Frankreich gedenkt Opfer der Anschlagsserie vor zehn Jahren
13.11.2025 - 12:47:29Mit Schweigeminuten, GlockenlĂ€uten und Kranzniederlegungen gedenkt Frankreich der Opfer der islamistischen Terrorserie im GroĂraum Paris von vor zehn Jahren. «Der Schmerz bleibt», schrieb Frankreichs PrĂ€sident Emmanuel Macron auf X. «Frankreich erinnert sich.» Macron nahm an mehreren Gedenkveranstaltungen teil, die im Laufe des Tages an allen Anschlagsorten fĂŒr die 130 Toten abgehalten werden.
Am zehnten Jahrestag der Terrorattacke ist Frankreich im Ausnahmezustand. Zahlreiche Menschen legten vor den Orten des Anschlags und am zentralen Place de la République Blumen nieder und stellten Kerzen auf. Am Abend sollen die Glocken aller katholischen Kirchen lÀuten. Auch beim Spiel der französischen Nationalmannschaft gegen die Ukraine am Abend soll eine Schweigeminute abgehalten werden. Bereits am Vortag waren der Eiffelturm und weitere Monumente der Stadt als Zeichen der Erinnerung in den französischen Nationalfarben angeleuchtet worden.
Extremisten töteten in Konzertsaal, Bars und Restaurants
Bei der Anschlagsserie vom 13. November 2015 hatten Extremisten 130 Menschen getötet und 350 weitere verletzt. Sie richteten ein Massaker im Konzertsaal «Bataclan» an und verbreiteten Terror in Bars und Restaurants. Drei SelbstmordattentĂ€ter sprengten sich wĂ€hrend eines FuĂball-LĂ€nderspiels zwischen Deutschland und Frankreich am Stade de France in die Luft.
Die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) reklamierte die AnschlĂ€ge spĂ€ter fĂŒr sich. Der wohl einzige Ăberlebende des Terrorkommandos wurde in einem Mammutverfahren zu lebenslanger Haft verurteilt. Auch 19 weitere Beteiligte und Helfer wurden schuldig gesprochen.
AnschlÀge prÀgen Frankreich bis heute
Die Terrorserie hatte Frankreich zutiefst getroffen. Sie wurde als Angriff auf die persönliche Freiheit und die französische Lebensart gedeutet. Auch zehn Jahre spĂ€ter sind die Spuren der AnschlĂ€ge klar sichtbar. Ăberlebende und Hinterbliebene leiden teils noch immer unter den traumatischen Erlebnissen. Die PrĂ€senz von bewaffneten SicherheitskrĂ€ften und Kontrollen im öffentlichen Raum haben zugenommen, ebenso das Bewusstsein fĂŒr das Anschlagsrisiko.







