Religion, USA

Vance: Papst soll sich auf moralische Fragen konzentrieren

14.04.2026 - 08:24:53 | dpa.de

Angesichts des Streits zwischen Papst und US-PrÀsident gibt sich Trumps Vize JD Vance gelassen. Das Kirchenoberhaupt solle sich besser aus der US-Politik raushalten, findet der Katholik.

US-VizeprĂ€sident und Katholik JD Vance: «In manchen FĂ€llen wĂ€re es das Beste fĂŒr den Vatikan, sich auf moralische Angelegenheiten zu konzentrieren.» - Foto: Jacquelyn Martin/AP Pool/AP/dpa

US-VizeprĂ€sident JD Vance hat Papst Leo XIV. empfohlen, sich aus der amerikanischen Politik herauszuhalten. «In manchen FĂ€llen wĂ€re es das Beste fĂŒr den Vatikan, sich auf moralische Angelegenheiten zu konzentrieren», sagte Vance in einem Interview des Senders Fox News am Montag (Ortszeit). 

Hintergrund ist ein scharfer Schlagabtausch zwischen US-PrĂ€sident Donald Trump und dem Oberhaupt der Katholischen Kirche. Am Wochenende hatte Leo erneut verlangt, die aktuellen Kriege zu beenden und an die Regierenden appelliert, Frieden einkehren zu lassen. Trump hatte ihm darauf vorgeworfen, eine «schreckliche» Außenpolitik zu betreiben.

Dass sich der Papst fĂŒr die Dinge einsetze, die ihm wichtig sind, sei gut, aber die US-Politik solle er dem PrĂ€sidenten der Vereinigten Staaten ĂŒberlassen, sagte Vance im Fox-News-GesprĂ€ch.

Jesus-Bild von Trump bloß ein «Scherz»

Dass Trump und der Pontifex momentan Konflikte miteinander hĂ€tten, sei nichts, worĂŒber er sich große Sorgen mache, erklĂ€rte der Republikaner, der vor einigen Jahren zum Katholizismus konvertiert war.

Zu einem von Trump online veröffentlichten und spÀter wieder gelöschten Bild, welches den US-PrÀsidenten als Heiland stilisierte, sagte er, Trump habe dies aus seiner Sicht «als Scherz gepostet», und dann schnell mitbekommen, dass «eine Menge Leute seinen Humor in dem Fall nicht verstehen». Kritiker warfen dem PrÀsidenten Blasphemie vor. 

Das VerhÀltnis zwischen dem Papst, Oberhaupt von weltweit 1,4 Milliarden Katholiken, und dem US-PrÀsidenten gilt bereits seit lÀngerer Zeit als angespannt. Gleich nach seiner Wahl im Mai 2025 war der erste US-amerikanische Papst als «Anti-Trump» bezeichnet worden.

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