Argentinien, Delegation

Argentinien ruft Delegation von Weltklimakonferenz zurĂŒck

14.11.2024 - 12:01:52

Argentiniens PrĂ€sident Milei glaubt nicht an den Klimawandel. Trotzdem war sein Land mit einer Delegation auf der Weltklimakonferenz vertreten - bis zu einer ĂŒberraschenden Kehrtwende.

  • Der argentinische PrĂ€sident Javier Milei bezeichnet sich selbst als «Anarchokapitalist». (Archivfoto) - Foto: Natacha Pisarenko/AP/dpa

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  • Luisa Neubauer fordert mit argentinischen Aktivisten zusammen mehr Ehrgeiz in den Verhandlungen.  - Foto: Larissa Schwedes/dpa

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Der argentinische PrÀsident Javier Milei bezeichnet sich selbst als «Anarchokapitalist». (Archivfoto) - Foto: Natacha Pisarenko/AP/dpaLuisa Neubauer fordert mit argentinischen Aktivisten zusammen mehr Ehrgeiz in den Verhandlungen.  - Foto: Larissa Schwedes/dpa

Argentinien hat seine Vertreter auf der Weltklimakonferenz in Baku vorzeitig abberufen. Mehr als 80 ReprĂ€sentanten des sĂŒdamerikanischen Landes, die fĂŒr das eigentlich zwei Wochen dauernde Gipfeltreffen in Baku angereist waren, seien am Mittwoch von ihrer Regierung aufgefordert worden, die aserbaidschanische Hauptstadt zu verlassen. Das berichtete zunĂ€chst das auf Klimathemen spezialisierte Portal «ClimĂĄtica» unter Berufung auf Argentiniens Umwelt-StaatssekretĂ€rin, Ana Lamas. 

Dem «Guardian» bestĂ€tigte Lamas die Entscheidung. «Wir haben Anweisungen vom Außenministerium, nicht lĂ€nger teilzunehmen», sagte Lamas der britischen Zeitung. Der ultraliberale argentinische PrĂ€sident Javier Milei, der sich selbst als «Anarchokapitalist» bezeichnet, leugnet den menschengemachten Klimawandel. 

Milei telefonierte kĂŒrzlich mit Trump

Am Dienstag telefonierte Milei mit dem designierten US-PrÀsidenten Donald Trump, der laut «New York Times» bereits den erneuten Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen vorbereiten soll. 

Die deutsche Klimaaktivistin Luisa Neubauer vermutet einen Zusammenhang. «Das ist jetzt ein Interesse natĂŒrlich von Leuten wie Trump, vermutlich, und von allen anderen jetzt hier Chaos und Unruhe zu stiften oder den Eindruck zu erwecken, jetzt wĂ€ren hier alle weg», sagte Neubauer auf dem Klimagipfel in Baku. «Das stimmt aber nicht. Die Verhandlerinnen und Verhandler sind weiterhin hier aus den allermeisten LĂ€ndern.» 

Auch die Zivilgesellschaft sei weiter da. Fridays for Future forderte gemeinsam mit argentinischen Aktivistinnen und Aktivisten mehr Ehrgeiz in den Verhandlungen.

@ dpa.de