Baerbock, KrisengesprÀchen

Baerbock zu KrisengesprÀchen in Saudi-Arabien

11.11.2023 - 09:01:07

Außenministerin Baerbock ist zum dritten Mal seit dem Überfall der islamistischen Hamas auf Israel in der Region. Es geht um die Geiseln und die humanitĂ€re Lage in Gaza. Und um die Zukunft.

Außenministerin Annalena Baerbock hat in Saudi-Arabien ihre zweitĂ€gigen KrisengesprĂ€che zum Gaza-Krieg fortgesetzt. Am Samstag traf sie sich in der Hauptstadt Riad mit dem MinisterprĂ€sidenten und Außenminister von Katar, Mohammed bin Abdulrahman Al Thani. Er hielt sich parallel zum Besuch der GrĂŒnen-Politikerin wegen einer Dringlichkeitssitzung der Arabischen Liga zum Gaza-Krieg in der Stadt auf. Saudi-Arabien hat derzeit den Vorsitz der 22 Liga-MitgliedslĂ€nder. Die Sitzung war auf Gesuch der PalĂ€stinenser einberufen worden.

Im Anschluss an das GesprĂ€ch mit Al Thani war ein Treffen der Bundesaußenministerin mit dem saudischen Außenminister Faisal bin Farhan Al Saud geplant. Am Freitagabend hatte sich Baerbock in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate, mit dem Außenminister Abdullah bin Zayed Al Nahyan beraten. Anschließend war sie nach Riad geflogen.

Saudi-Arabien und die Emirate gelten wie Katar als einflussreiche mögliche Vermittler, etwa wenn es um die Befreiung der Hamas-Geiseln und eine kĂŒnftige Friedenslösung geht. Die islamistische Hamas hatte bei ihrem Angriff auf Israel nicht nur hunderte Menschen umgebracht, sondern auch etwa 240 Geiseln genommen. Nach Angaben der Familien haben etwa 20 der Verschleppten auch den deutschen Pass.

Von Riad aus wollte Baerbock gegen Mittag (Ortszeit) nach Israel weiterreisen. In Ramallah in den PalĂ€stinensischen Autonomiegebieten im Westjordanland war zunĂ€chst ein Treffen mit dem palĂ€stinensischen MinisterprĂ€sidenten Mohammed Schtaje geplant. In Tel Aviv wollte die Bundesaußenministerin am Abend mit Außenminister Eli Cohen und OppositionsfĂŒhrer Jair Lapid sprechen.

Bei Baerbocks Reise geht es um die Lage der Geiseln in den HĂ€nden der Hamas, die humanitĂ€re Situation der Zivilisten im Gazastreifen sowie einen Weg zum möglichen Frieden ĂŒber eine Zwei-Staaten-Lösung.

@ dpa.de