Iran, Demonstration

Bericht: Sicherheitskraft bei Protesten im Iran getötet

01.01.2026 - 09:44:07

Bei der neuen Protestwelle im Iran ist ein Mitglied einer paramilitÀrischen Einheit ums Leben gekommen. In anderen Landesteilen sollen SicherheitskrÀfte mit scharfer Munition geschossen haben.

Bei den Protesten im Iran haben Staatsmedien den Tod einer paramilitĂ€rischen Sicherheitskraft gemeldet. Ein Mitglied der Basidsch-Einheiten sei bei ZusammenstĂ¶ĂŸen mit Demonstranten in der westlichen Provinz Lorestan ums Leben gekommen, meldete der staatliche Rundfunk. Weitere MĂ€nner seien verwundet worden, hieß es ohne konkrete Zahlen oder Angaben. In einer Mitteilung war die Rede von einer «plötzlichen und gewaltsamen Tat opportunistischer, dem Feind angeschlossener Elemente».

Bei den Demonstrationen kommt es zunehmend zu Gewalt. In der Hauptstadt Teheran gibt es laut Augenzeugenberichten in mehreren Vierteln massive PrĂ€senz von StaatskrĂ€ften. Mit TrĂ€nengas und Wasserwerfern gehen sie selbst gegen kleinste Versammlungen vor. Ähnliche Szenen sollen sich auch in anderen StĂ€dten abspielen. In der sĂŒdlichen Provinz Fars sollen SicherheitskrĂ€fte laut der Menschenrechtsorganisation Hengaw mit scharfer Munition auf Protestteilnehmer geschossen haben.

Wie die Regierung auf die Proteste reagiert

Die zunĂ€chst gegen die Wirtschaftspolitik der Regierung gerichteten Demonstrationen entwickelten sich wie bei den Protestwellen in den vergangenen Jahren rasch zu politischen AufstĂ€nden mit scharfen Parolen gegen das islamische Herrschaftssystem. PrĂ€sident Massud Peseschkian rief die Demonstranten dazu auf, ihre Proteste zu beenden. Er versprach erneut wirtschaftliche Reformen und kĂŒndigte deren baldige Umsetzung an. Wie sich die Proteste weiter entwickeln, ist noch völlig unklar.

@ dpa.de

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