Wahl, Wien

Wahl in Wien - Sozialdemokraten gewinnen trotz starker FPĂ–

27.04.2025 - 19:06:07

Bei der Parlamentswahl im Herbst hatte die rechte FPÖ gewonnen. Nun wählte die Hauptstadt Österreichs einen neuen Landtag. Die Hochrechnung zeigt: Wien tickt anders.

  • Wiens FPĂ–-Spitzenkandidat Dominik Nepp setzte im Wahlkampf auf die Themen Sicherheit und Migration.  - Foto: Helmut Fohringer/APA/dpa

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  • BĂĽrgermeister Ludwig sieht Wien als eine der lebenswertesten Städte der Welt.  - Foto: Roland Schlager/APA/dpa

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Wiens FPÖ-Spitzenkandidat Dominik Nepp setzte im Wahlkampf auf die Themen Sicherheit und Migration.  - Foto: Helmut Fohringer/APA/dpaBürgermeister Ludwig sieht Wien als eine der lebenswertesten Städte der Welt.  - Foto: Roland Schlager/APA/dpa

Bei der Landtagswahl in Ă–sterreichs Hauptstadt Wien haben die Sozialdemokraten (SPĂ–) von BĂĽrgermeister Michael Ludwig laut Hochrechnung den ersten Platz verteidigt - trotz starker Zugewinne der rechten FPĂ–. Die Sozialdemokraten holten demnach rund 39 Prozent der Stimmen.

Die FPÖ kam laut der Hochrechnung auf rund 21 Prozent der Stimmen - 13 Prozentpunkte mehr als im Jahr 2020. Damals hatten die Rechtspopulisten im Zuge des Ibiza-Skandals und damit zusammenhängender Korruptions-Verdächtigungen ungewöhnlich schlecht abgeschnitten. 

Der ehemalige FPĂ–-Chef Heinz-Christian Strache, der damals im Zentrum des Skandals gestanden hatte, versuchte am Sonntag mit einer eigenen Partei erneut ein Polit-Comeback. Er bekam aber nur 1 Prozent der Stimmen, wie die Hochrechnung im Auftrag des Senders ORF und der Presseagentur APA zeigte.

Migration, Kriminalität und Bildung die Wahlkampfthemen

Die FPÖ thematisierte im Wahlkampf den hohen Ausländeranteil und die stark gestiegene Jugendkriminalität in Wien - der zweitgrößten deutschsprachigen Stadt nach Berlin. Ludwig betonte im Wahlkampf hingegen, dass die Zwei-Millionen-Stadt international als eine der lebenswertesten und sichersten Metropolen wahrgenommen wird. Dennoch verlor die SPÖ gemäß der Prognose 2 Prozentpunkte.

Die Hochrechnung, die eine Schwankungsbreite von 1,8 Prozent aufweist, sieht die GrĂĽnen bei etwa 15 Prozent. Die liberalen Neos, die in den vergangenen Jahren mit der SPĂ– in Wien regierten, legten leicht zu und holten rund 10 Prozent der Stimmen. Damit liegen sie gleichauf mit der konservativen Ă–VP, die um etwa 11 Prozentpunkte absackte.

@ dpa.de