Ukraine, Russland

Kraftstoffausgabe im russisch besetzten Luhansk begrenzt

03.06.2026 - 00:01:04 | dpa.de

Bei ihren Gegenangriffen nimmt die Ukraine die russische Ölindustrie ins Visier. Nach EinschrĂ€nkungen auf der annektierten Halbinsel Krim folgen nun Tank-Begrenzungen der Besatzer im Gebiet Luhansk.

Weil die Gefahr der Verknappung bestehe, begrenzen Besatzungsbehörden im Gebiet Luhansk die Kraftstoffausgabe. (Illustration) - Bild: Sven Hoppe/dpa
Weil die Gefahr der Verknappung bestehe, begrenzen Besatzungsbehörden im Gebiet Luhansk die Kraftstoffausgabe. (Illustration) - Bild: Sven Hoppe/dpa

Nach der EinfĂŒhrung von Benzin- und Diesel-Limits auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim mĂŒssen sich nun auch die Menschen im besetzten ukrainischen Gebiet Luhansk auf eine begrenzte Ausgabe von Kraftstoff einstellen. Bei den Marken AI-95 (entspricht Super in Europa) und AI-92 (Normal) sowie Diesel werde die Abgabe auf höchstens 20 Liter pro Person beschrĂ€nkt, meldete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf die Besatzungsbehörden. 

BegrĂŒndet wurde der Schritt demnach mit den derzeitigen VorrĂ€ten und einer gestiegenen Kraftstoffnachfrage in den vergangenen Tagen. Es handele sich um vorĂŒbergehende BeschrĂ€nkungen, hieß es weiter.

Auf der 2014 von Russland annektierten Schwarzmeerhalbinsel Krim war bereits am Wochenende eine vorĂŒbergehende Begrenzung fĂŒr die Ausgabe von Benzin eingefĂŒhrt worden. Die russische Regierung untersagte außerdem erstmals und zunĂ€chst bis Ende November die Ausfuhr von Kerosin. «Ziel des Beschlusses ist die GewĂ€hrleistung einer stabilen Lage auf dem Binnenmarkt fĂŒr Treibstoffe», hieß es in einer Mitteilung.

In dem vor mehr als vier Jahren von Kremlchef Wladimir Putin befohlenen Angriffskrieg gegen die Ukraine setzt Kiews MilitĂ€r bei seinen Gegenangriffen seit Monaten auf Attacken gegen die russische Ölindustrie. Damit will die Ukraine den Treibstoffnachschub fĂŒr die russische Armee stören und die fĂŒr Moskaus Kriegskasse wichtigen Einnahmen aus dem EnergiegeschĂ€ft schmĂ€lern.

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