Ukraine setzt Drohnen gegen Flucht von Wehrpflichtigen ein
28.10.2023 - 18:10:34Der ukrainische Grenzschutz setzt nach eigenen Angaben auch Drohnen zur Verhinderung der Flucht von Wehrpflichtigen ins Ausland ein. Im sĂŒdlichen Gebiet Odessa an der Grenze zur Republik Moldau seien am Freitag 14 MĂ€nner an der illegalen Ausreise gehindert worden, teilte der Grenzschutz mit.
In vier FĂ€llen sei dabei zur AufklĂ€rung aus der Luft auch eine Drohne eingesetzt worden, hieĂ es. Die GrenzschĂŒtzer veröffentlichten dazu ein Video. Die MĂ€nner versuchten demnach, unrechtmĂ€Ăig die Grenze zu ĂŒberqueren.
Immer wieder versuchen MÀnner in der Ukraine, sich durch Flucht einem Einsatz im Kampf gegen den russischen Angriffskrieg zu entziehen. Nach Angaben des Grenzschutzes hatten die VerdÀchtigen im Internet Kontakt mit Organisatoren aufgenommen, die ihnen Fluchtrouten gegen Bezahlung von 2000 US-Dollar (rund 1893 Euro) aufgezeigt hÀtten.
FlĂŒchtige in Grenzfluss ertrunken
Seit Beginn der russischen Invasion vor mehr als 20 Monaten hat der ukrainische Grenzschutz nach eigenen Angaben mehr als 20.000 wehrpflichtige MĂ€nner an der Flucht gehindert. Die FlĂŒchtigen werden immer wieder an der «grĂŒnen Grenze» vor allem zu RumĂ€nien und der Republik Moldau aufgegriffen. Im Grenzfluss Tyssa (TheiĂ) zu RumĂ€nien und Ungarn gab es auch FĂ€lle, in denen MĂ€nner ertranken. Mehrere erfroren auch bei der Flucht durch die Karpaten.
Bei Kriegsbeginn war eine Generalmobilmachung mit einem Verbot zur Ausreise von wehrpflichtigen MĂ€nnern im Alter zwischen 18 und 60 Jahren angeordnet worden. Verbreitet sind in dem Land nicht gefĂ€lschte Ausreisegenehmigungen. Der EU-Statistikbehörde Eurostat zufolge sind in den 27 EU-Staaten sowie Norwegen, Schweiz und Liechtenstein ĂŒber 650.000 ukrainische MĂ€nner im Alter von 18 bis 64 Jahren als FlĂŒchtlinge registriert.


