Belgien, Terrorismus

Belgien gedenkt TerroranschlÀgen vor zehn Jahren

22.03.2026 - 12:18:50 | dpa.de

SelbstmordattentĂ€ter der Terrororganisation Islamischer Staat verĂŒbten am 22. MĂ€rz 2016 in Belgien grausame AnschlĂ€ge. Am zehnten Jahrestag wird der Opfer gedacht - aber auch in die Zukunft geblickt.

  • Gedenken am BrĂŒsseler Flughafen: Zu den Teilnehmern der Zeremonie gehörten auch Königin Mathilde und König Philippe. - Foto: Benoit Doppagne/Belga/dpa
    Gedenken am BrĂŒsseler Flughafen: Zu den Teilnehmern der Zeremonie gehörten auch Königin Mathilde und König Philippe. - Foto: Benoit Doppagne/Belga/dpa
  • Die Abflughalle des Flughafens wurde durch die Explosionen schwer beschĂ€digt. (Archivbild) - Foto: Geert Vanden Wijngaert / Pool/dpa
    Die Abflughalle des Flughafens wurde durch die Explosionen schwer beschÀdigt. (Archivbild) - Foto: Geert Vanden Wijngaert / Pool/dpa
  • An UnterfĂŒhrung an der Metrostation Maalbeek, an der am 22. MĂ€rz 2016 einer der Terroranschlag stattfand, wird derzeit das englische Wort «remember» die Wand projiziert und damit zum Erinnern angeregt. - Foto: Markus Lenhardt/dpa
    An UnterfĂŒhrung an der Metrostation Maalbeek, an der am 22. MĂ€rz 2016 einer der Terroranschlag stattfand, wird derzeit das englische Wort «remember» die Wand projiziert und damit zum Erinnern angeregt. - Foto: Markus Lenhardt/dpa
  • Regierungschef Bart De Wever (r) nahm gemeinsam mit Königin Mathilde und König Philippe an den Gedenkfeiern teil. - Foto: Benoit Doppagne/Belga/dpa
    Regierungschef Bart De Wever (r) nahm gemeinsam mit Königin Mathilde und König Philippe an den Gedenkfeiern teil. - Foto: Benoit Doppagne/Belga/dpa
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Zehn Jahre nach den islamistischen TerroranschlĂ€gen vom 22. MĂ€rz 2016 ist in Belgien bei Gedenkfeiern an die zahlreichen Opfer erinnert worden. Am BrĂŒsseler Flughafen versammelten sich Mitarbeiter und RettungskrĂ€fte am frĂŒhen Morgen zu einer Menschenkette, bevor bei einer Zeremonie mit dem belgischen König Philippe und MinisterprĂ€sident Bart De Wever in der Abflughalle eine Gedenktafel enthĂŒllt wurde. In der U-Bahn-Station Maelbeek im Europaviertel gab es wenig spĂ€ter ebenfalls eine Gedenkfeier mit dem König und De Wever. 

Bei den AnschlĂ€gen hatten drei SelbstmordattentĂ€ter der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) Bomben am BrĂŒsseler Flughafen Zaventem sowie in der U-Bahn-Station gezĂŒndet. Sie töteten 32 Menschen, 340 wurden verletzt. Wegen weiterer Opfer durch Krankheit oder Suizid wird die offizielle Zahl der Toten mittlerweile mit 36 angegeben.

De Wever dankte bei den Zeremonien den damals tĂ€tigen EinsatzkrĂ€ften und rief dazu auf, nicht den Glauben an das Gute zu verlieren. «Terroristen versuchten, uns zu spalten und uns mit Angst zu lĂ€hmen», erklĂ€rte er. «Doch zehn Jahre spĂ€ter sehen wir, wie Menschen weiterhin fĂŒreinander einstehen und sich fĂŒr Menschlichkeit und WĂŒrde entscheiden – oft durch kleine, stille Gesten.»

EU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen schrieb in sozialen Netzwerken: «Heute denken wir an die Opfer und an ihre Angehörigen, die noch immer einen Verlust tragen, den die Zeit nicht heilen kann.» Man stehe wie schon 2016 geeint zusammen und sei weiter entschlossen, die gemeinsamen Werte zu schĂŒtzen.

Mammutprozess endete 2023

Die strafrechtliche Aufarbeitung der AnschlĂ€ge ist mittlerweile abgeschlossen. Nach einem Mammutprozess waren 2023 gegen mutmaßliche Drahtzieher und UnterstĂŒtzer der SelbstmordattentĂ€ter lange Haftstrafen verhĂ€ngt worden.

Die AnschlĂ€ge in der belgischen Hauptstadt vor zehn Jahren reihten sich ein in eine islamistische Terrorserie. Im November 2015 hatten Terroristen bei einer Serie koordinierter AnschlĂ€ge in Paris 130 Menschen getötet und 350 verletzt. Im Dezember 2016 entfĂŒhrte dann ein islamistischer Terrorist einen Lastwagen und fuhr damit in den Weihnachtsmarkt an der Berliner GedĂ€chtniskirche. Dieser Anschlag forderte 13 Opfer, wobei ein Mensch erst Jahre spĂ€ter an den Folgen starb.

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