Wolodymyr Selenskyj, USA

Selenskyj will in UN-Woche wohl auch Washington besuchen

15.09.2023 - 02:44:45

Bereits im Dezember 2022 warb der ukrainische PrĂ€sident im US-Kapitol fĂŒr die UnterstĂŒtzung seines Landes im Verteidigungskrieg gegen Russland. Nun steht offenbar ein neuer Besuch in Washington an.

Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj will US-Medienberichten zufolge nach seiner geplanten Rede vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York auch Washington besuchen. In der kommenden Woche seien ein Treffen mit PrĂ€sident Joe Biden im Weißen Haus und GesprĂ€che mit Mitgliedern des Kongresses im Kapitol geplant, meldeten unter anderem die «Washington Post», «Bloomberg» und «CNN».

Die US-Medien beriefen sich auf Regierungsquellen, offizielle Angaben zu dem Termin gab es zunĂ€chst nicht. Unklar blieb auch, ob Selenskyj wie bereits im Dezember eine Rede vor dem Kongress halten wĂŒrde. Laut Quellen der Politik-Webseite «Punchbowl News» ist seine Washington-Reise fĂŒr Donnerstag kommender Woche geplant.

Kritik an Hilfszahlungen nahm zuletzt zu

Der ukrainische PrĂ€sident dĂŒrfte bei dem Besuch um anhaltende UnterstĂŒtzung seines Landes im Krieg gegen Russland werben. Derzeit setzt sich Biden mit seinen Demokraten fĂŒr zusĂ€tzliche Hilfen in Höhe von mehr als 20 Milliarden Dollar (umgerechnet 18,6 Milliarden Euro) fĂŒr militĂ€rische, wirtschaftliche und humanitĂ€re Zwecke ein.

Im Senat erfĂ€hrt die Ukraine seit Kriegsbeginn breite UnterstĂŒtzung durch beide Parteien, im ReprĂ€sentantenhaus nahm zuletzt aber die Kritik an den anhaltenden Hilfszahlungen zu. Dort haben die Republikaner eine knappe Mehrheit.

Selenskyj hatte zuletzt im Dezember 2022 Washington besucht und dabei sowohl Biden getroffen als auch die Rede im Kapitol vor beiden Kammern des Kongresses gehalten. Kein Land hat die Ukraine im Krieg mit mehr Geld und MilitĂ€rhilfe unterstĂŒtzt als die USA. Laut dem Kiel Institute for the World Economy haben die Vereinigten Staaten bereits mehr als 70 Milliarden Dollar bereitgestellt.

@ dpa.de