Senat, Schwere

Senat: Schwere Fehler des Secret Service vor Trump-Attentat

25.09.2024 - 14:24:23 | dpa.de

Bereits nach dem Attentat auf Trump im Juli war klar: Das Sicherheitskonzept fĂŒr die Veranstaltung war nicht ausreichend. Ein Senats-Bericht deckt Details zu den Fehlern des Secret Service auf.

Trump wurde bei dem Attentat im Juli am Ohr verletzt. (Archivbild) - Foto: Gene J. Puskar/AP/dpa
Trump wurde bei dem Attentat im Juli am Ohr verletzt. (Archivbild) - Foto: Gene J. Puskar/AP/dpa

Ein neuer Untersuchungsbericht zeigt gut zwei Monate nach dem Attentat auf den frĂŒheren US-PrĂ€sidenten Donald Trump im Bundesstaat Pennsylvania schwerwiegende VersĂ€umnisse des Secret Service auf. Die Fehler seien «vorhersehbar und vermeidbar» gewesen, heißt es in dem ĂŒberparteilichen Bericht eines Ausschusses des US-Senats. FĂŒr den Bericht wurden Beamte der örtlichen Strafverfolgungsbehörden und des Secret Service interviewt. Dieser ist fĂŒr den Schutz hochrangiger Politiker zustĂ€ndig - unter anderem fĂŒr den amtierenden PrĂ€sidenten, aber auch fĂŒr frĂŒhere Amtsinhaber oder PrĂ€sidentschaftskandidaten wie Trump.

Kommunikationsprobleme der SicherheitskrÀfte

Ein SchĂŒtze hatte im Juli in Butler bei einer Wahlkampfveranstaltung der Republikanischen Partei das Feuer eröffnet und auf Trump geschossen. Ein Besucher starb, zwei weitere wurden verletzt. Trump wurde am rechten Ohr verletzt. Der TĂ€ter wurde von SicherheitskrĂ€ften getötet. Der Secret Service hatte nach dem Attentat bereits konkrete Fehler eingerĂ€umt. Die damalige Chefin Kimberly Cheatle trat zurĂŒck.

Der Ausschuss kommt nun zu dem Schluss, dass die Kommunikations- und Koordinationsprobleme zwischen den Strafverfolgungsbehörden auf Bundes-, Staats- und Kommunalebene nach wie vor nicht behoben worden seien. Der Secret Service habe es vor der Kundgebung außerdem versĂ€umt, die Verantwortlichkeiten fĂŒr die Planung und Sicherheit der Veranstaltung zu klĂ€ren. So seien zum Beispiel keine Sichtbarrieren rund die Kundgebung errichtet worden. 

ZusÀtzliches Personal verwehrt

Informationen ĂŒber den VerdĂ€chtigen seien nicht weitergeben worden, obwohl die örtliche Polizei den Mann bereits gesichtet hatte und der Secret Service 27 Minuten vor den SchĂŒssen ĂŒber ihn informiert worden sei. Es habe ebenso Probleme mit den FunkgerĂ€ten gegeben, heißt es in dem Bericht. ZusĂ€tzliches vom Secret Service vor der Kundgebung angefordertes Personal sei ohne BegrĂŒndung verwehrt worden. Das GebĂ€ude, von dessen Dach der SchĂŒtze aus das Feuer eröffnet hatte, ist dem Bericht zufolge vor der Veranstaltung nicht ausreichend gesichert worden. 

Vor gut einer Woche kam es zu einem weiteren Zwischenfall: Der Secret Service schoss an Trumps Golfplatz im Bundesstaat Florida auf einen Bewaffneten, der sich in den BĂŒschen versteckt hatte, wĂ€hrend der Ex-PrĂ€sident dort spielte. Der VerdĂ€chtige feuerte keine Kugel ab und floh, wurde wenig spĂ€ter aber festgenommen und angeklagt. Der Senatsausschuss kĂŒndigte an, auch hierzu die zustĂ€ndigen SicherheitskrĂ€fte befragen zu wollen. 

 

 

 

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