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Bericht: USA und Israel planen neues Treffen zu Offensive

30.03.2024 - 02:40:50

Ob das fĂŒr Anfang der Woche geplante Treffen stattfinden kann, ist derzeit noch unklar - Grund ist ein israelisches Gesetz, das zum 1. April auslĂ€uft und Ultraorthodoxe bisher vom Wehrdienst befreite.

Vertreter Israels und der USA werden einem Medienbericht zufolge möglicherweise am Montag in Washington zu GesprĂ€chen ĂŒber Israels geplante Bodenoffensive gegen die Stadt Rafah im Gazastreifen zusammenkommen. Eigentlich sollte eine israelische Delegation schon in dieser Woche anreisen, um die Bedenken der USA anzuhören und Alternativen aufgezeigt zu bekommen.

Doch Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu sagte die Reise ab, nachdem der UN-Sicherheitsrat ohne Widerstand der USA eine Resolution mit der Forderung nach einer sofortigen Waffenruhe verabschiedet hatte. Die Israelis hĂ€tten vorgeschlagen, die GesprĂ€che auf Montag zu verschieben, zitierte der US-Sender CNN demnach US-Beamte. Die Terminplanung werde allerdings dadurch erschwert, dass Israels Regierung bis zum Sonntag ein neues Gesetz zur Frage der Wehrpflicht fĂŒr ultraorthodoxe jĂŒdische MĂ€nner ausarbeiten muss. Von der Wehrpflicht sind diese seit Langem befreit.

Gesetz lÀuft am 1. April aus

Wegen des Kriegs im Gazastreifen steht Israels Regierung unter Druck, die Befreiung der ultraorthodoxen Gemeinschaft vom Wehrdienst zu beenden. Ein Gesetz, das ihre Befreiung erlaubt, lief im vergangenen Jahr aus. Seitdem gilt eine vorĂŒbergehende Regelung - allerdings nur noch bis zum Sonntag. Israels Regierung, zu der auch streng religiöse Parteien gehören, arbeitet an einem neuen Gesetz fĂŒr eine Ausnahmeregelung fĂŒr die ultraorthodoxen GlĂ€ubigen. Netanjahu hatte beim Obersten Gerichtshof beantragt, die Frist fĂŒr die Ausarbeitung eines Gesetzentwurfes zu verlĂ€ngern.

Nach einer in dieser Woche erfolgten einstweiligen Anordnung des Gerichts, die staatlichen Subventionen fĂŒr ultraorthodoxe MĂ€nner im wehrpflichtigen Alter ab dem 1. April zu streichen, könnte am Sonntag das Urteil darĂŒber folgen, ob diese MĂ€nner kĂŒnftig ebenfalls der Wehrpflicht unterliegen. Es sei denn, das Gericht entspricht der Bitte Netanjahus um einen weiteren Zeitaufschub von 30 Tagen. 

Deswegen sei noch unklar, ob die israelische Delegation in die USA reisen darf, solange diese innenpolitische Angelegenheit noch im Fluss ist, berichtete CNN. Laut US-Beamten stehe ein genaues Datum fĂŒr den Besuch in Washington nicht fest. «Wir arbeiten daran, einen Termin festzulegen», sagte vor wenigen Tagen die Sprecherin des Weißen Hauses, Karine Jean-Pierre. Das BĂŒro von Netanjahu habe zugestimmt, das Treffen neu anzusetzen. Auf Anfrage erklĂ€rte Netanjahus BĂŒro, der Regierungschef habe die Abreise der Delegation nicht genehmigt. Dass GesprĂ€che dazu gefĂŒhrt werden, wurde aber nicht dementiert.

@ dpa.de