USA, Regierung

Clintons in Epstein-Fall zu Aussage vor US-Kongress bereit

03.02.2026 - 06:39:45

Bill Clinton taucht wiederholt in den Dokumenten aus dem Epstein-Fall auf. Lange hatte der ehemalige US-PrĂ€sident eine Aussage dazu verweigert. Jetzt lenkt er ein – zusammen mit Hillary.

  • Clinton hat sich nun doch zu einer Aussage bereit erklĂ€rt. (Archivbild) - Foto: Andres Kudacki/FR170905 AP/dpa

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  • Die AnwĂ€lte der Clintons sagen, das Ehepaar sei bereit, zu einvernehmlich vereinbarten Terminen persönlich unter Eid auszusagen. (Archivbild) - Foto: Melina Mara/Pool The Washington Post/dpa

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Clinton hat sich nun doch zu einer Aussage bereit erklÀrt. (Archivbild) - Foto: Andres Kudacki/FR170905 AP/dpaDie AnwÀlte der Clintons sagen, das Ehepaar sei bereit, zu einvernehmlich vereinbarten Terminen persönlich unter Eid auszusagen. (Archivbild) - Foto: Melina Mara/Pool The Washington Post/dpa

Der ehemalige US-PrĂ€sident Bill Clinton und seine Frau, Ex-Außenministerin Hillary Clinton, haben sich bereit erklĂ€rt, nun doch im Zuge der Aufarbeitung des Epstein-Skandals vor dem US-Kongress auszusagen. Damit wollen sie einem drohenden Verfahren wegen Missachtung des Kongresses zuvorkommen, wie der US-Sender CNN und die «New York Times» ĂŒbereinstimmend berichteten. 

VorwĂŒrfe politischer Motive

Die AnwÀlte der Clintons teilten dem zustÀndigen Ausschuss des US-ReprÀsentantenhauses mit, das Ehepaar sei bereit, zu einvernehmlich vereinbarten Terminen persönlich und unter Eid auszusagen. Zuvor hatten sich die beiden Demokraten monatelang geweigert, im US-Kongress zur Untersuchung des Falls des SexualstraftÀters Jeffrey Epstein auszusagen. Zugleich warfen sie dem republikanischen Vorsitzenden des Aufsichtsausschusses, James Comer, vor, ein politisch motiviertes Verfahren zu betreiben.

Ob Comer nun das Angebot der Clintons annimmt, war zunĂ€chst offen. Die republikanische FĂŒhrung hatte zuletzt bereits ein Verfahren wegen Missachtung des Kongresses gegen die Clintons angestoßen. Eine Verurteilung eines frĂŒheren US-PrĂ€sidenten in einem solchen Fall wĂ€re einmalig. 

«Die Clintons stehen nicht ĂŒber dem Gesetz.»

Hintergrund des Streits ist nach Angaben des Ausschusses, dass die Clintons seit Monaten Vorladungen nicht nachgekommen seien. Auf der Plattform X hieß es nun, Bill und Hillary Clinton versuchten nach der Missachtung rechtmĂ€ĂŸiger Vorladungen, mit einer Extrabehandlung einer möglichen Ahndung zu entgehen. «Die Clintons stehen nicht ĂŒber dem Gesetz», hieß es weiter.

Dem Vorwurf widersprach der stellvertretende Stabschef von Bill Clinton. Auf X hieß es, der Ex-PrĂ€sident und seine Frau hĂ€tten in gutem Glauben verhandelt und bereits unter Eid offengelegt, was sie wĂŒssten. Die Clintons seien bereit, persönlich zu erscheinen. «Sie freuen sich darauf, einen PrĂ€zedenzfall zu schaffen, der fĂŒr alle gilt», schrieb der Pressesprecher des Ex-PrĂ€sidenten auf X. 

Nach US-Medienberichten ging das jĂŒngste Angebot der Clintons wĂ€hrend laufender Ausschussberatungen ein, als bereits ĂŒber ein formelles Missachtungsverfahren beraten wurde. FrĂŒhere VorschlĂ€ge, darunter eine freiwillige Befragung außerhalb Washingtons, hatte der Ausschuss abgelehnt. 

Clinton taucht in Epstein-Dokumenten auf

Bill Clintons Name und Bilder von ihm tauchten in Dokumenten zu den Epstein-Ermittlungen auf. Eine Nennung per se bedeutet aber nichts. Der frĂŒhere PrĂ€sident hat ein Fehlverhalten im Zusammenhang mit seiner Bekanntschaft mit Epstein wiederholt bestritten. 

Jahrelang hatte der MultimillionĂ€r Epstein aus New York einen Missbrauchsring betrieben, dem Dutzende junge Frauen und MinderjĂ€hrige zum Opfer fielen. Über mehrere Jahre hinweg soll er MinderjĂ€hrige etwa in New York und Florida auch selbst missbraucht haben. 2019 kam Epstein mit 66 Jahren im GefĂ€ngnis zu Tode, bevor es zu einer möglichen weiteren Verurteilung hĂ€tte kommen können.

@ dpa.de