Blaumacher-Republik Deutschland? Am Puls mit Mitri Sirin im ZDF
26.05.2025 - 14:41:31 | presseportal.deDie Krankmeldungen sind seit der Corona-Pandemie stark gestiegen. Das kostet die deutsche Wirtschaft Milliarden. Woran liegt es, dass Arbeitnehmer in Deutschland sich so hĂ€ufig krankmelden? Unternehmer David ZĂŒlow, der einen Elektrobetrieb in Neuss leitet, verweist darauf, dass er kaum einen Puffer habe, um KrankheitsfĂ€lle aufzufangen. FĂŒr ihn ist klar: In Deutschland wird es Arbeitnehmern viel zu leicht gemacht, sich krankzumelden, und die Quittung dafĂŒr zahlen kleinere Arbeitgeber wie er.
Mit "Blaumachern" im GesprÀch
ZDF-Moderator Mitri Sirin will mit denjenigen ins GesprĂ€ch kommen, die nicht krank sind, sondern gerne mal "krankfeiern". Doch das ist gar nicht so einfach, zu groĂ ist die Angst vor einer KĂŒndigung. Doch es gibt die "Montags-immer-frei-Haber" â und Mitri Sirin kommt mit einem von ihnen ins GesprĂ€ch. Und er macht den Selbsttest: Wie leicht kann man hierzulande wirklich "krankfeiern"?
Mit "Belohnungen" Krankentage reduzieren?
Um den Krankenstand zu senken, werden einige Unternehmen kreativ. So belohnt das Textilunternehmen Trigema Mitarbeitende, die sich nicht krankmelden, alle zwei Monate mit einem Tankgutschein. Zudem sorgt das Unternehmen fĂŒr mehr Bewegung im Arbeitsalltag. Senior-Chef Wolfgang Grupp geht es vor allem aber um die richtige Einstellung: Bei ihm lege man groĂen Wert auf die Identifikation mit dem Unternehmen, ihm geht es um Verantwortung und Haltung: "Wir brauchen Vorbilder und das mĂŒssen die Chefs sein. Die mĂŒssen es vorleben. Ich habe stets vorgelebt, was ich von meinen Mitarbeitern verlange."
Doch es gibt auch den anderen Weg: Sanktionen und Kontrolle. Mitri Sirin trifft einen Privatermittler, der im Auftrag von Firmen möglichen Blaumachern auf der Spur ist.
Blick ins Ausland
Und wie lĂ€uft es im Ausland? In Spanien trifft Mitri Sirin den 43-jĂ€hrigen Robert, der seit knapp zehn Jahren in Madrid arbeitet. Seine ErklĂ€rung dafĂŒr, warum sich Spanier seltener krank melden als die Deutschen: "Die leichten Kopfschmerzen, die mancher in Deutschland nimmt, um sich auszukurieren, die gibtâs hier gar nicht. Das hat tatsĂ€chlich etwas damit zu tun, dass die Menschen hier wirklich angewiesen sind auf ihren Job." Hinzu kommt: Angestellte bekommen in den ersten drei Krankheitstagen normalerweise kein Geld. FĂŒr Robert fĂŒhren wir in Deutschland zumindest teilweise eine Luxusdebatte: "Ich glaube, vielen in Deutschland ist gar nicht bewusst, wie gut es ihnen geht."
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