AuĂenminister drĂ€ngt auf mehr Haushaltsmittel fĂŒr humanitĂ€re Hilfe
01.10.2025 - 09:02:01"Das darf Deutschland als zweitgröĂter Geber nicht auch noch machen. Wir werden die USA nicht ersetzen können, aber wir sollten schauen, wo es sinnvoll ist, eine Schippe draufzulegen", erklĂ€rte Wadephul. Aus deutscher Sicht sei es gut angelegtes Geld, in die regelbasierte Ordnung zu investieren. Es eröffneten sich auch groĂe Chancen fĂŒr Deutschland, eben weil sich andere aus ihrem Engagement zurĂŒckzögen. "Diese Chancen mĂŒssen wir ergreifen, etwa durch Zusammenarbeit in der Sicherheitspolitik, aber auch wirtschaftlich, bei der Versorgung unserer Unternehmen mit Rohstoffen, etwa mit seltenen Erden", sagte der CDU-Politiker. "Oder indem wir neue Handelspartner gewinnen und neue AbsatzmĂ€rkte erschlieĂen." Der von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) vorgelegte Etatentwurf sieht fĂŒr das AuswĂ€rtige Amt im nĂ€chsten Jahr Ausgaben in den Bereichen humanitĂ€re Hilfe und KrisenprĂ€vention von 1,4 Milliarden Euro vor, etwas weniger als in diesem Jahr. Auch die Ausgaben fĂŒr "Leistungen an die Vereinten Nationen und im internationalen Bereich" sollen mit rund 961 Millionen Euro um rund 84 Millionen Euro geringer ausfallen als 2025. Zugleich wurden bereits im laufenden Haushalt die Gelder fĂŒr Entwicklungszusammenarbeit und humanitĂ€re Hilfe, die dem Entwicklungsministerium zur VerfĂŒgung stehen, deutlich gekĂŒrzt. Der Etat des Entwicklungsministeriums sinkt in diesem Jahr um knapp eine Milliarde Euro auf 10,3 Milliarden Euro, fĂŒr das kommende Jahr ist eine weitere KĂŒrzung um mehr als 300 Millionen Euro vorgesehen.


