Johann Wadephul, Sergej Lawrow

Wadephul trifft Lawrow in New York zu GesprÀchen

Veröffentlicht am: 26.09.2026 um 16:40 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Bundesaußenminister Johann Wadephul hat sich in New York mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow getroffen. Das bilaterale GesprĂ€ch fand am Rand der UN-Generaldebatte statt und war das erste Treffen der Außenminister beider LĂ€nder seit Jahren.

Die ersten direkten GesprÀche seit Jahren: Johann Wadephul hat Sergej Lawrow getroffen. (Archivbild) - Bild: Stefan Jeremiah/FR171756 AP/AP/dpa
Die ersten direkten GesprÀche seit Jahren: Johann Wadephul hat Sergej Lawrow getroffen. (Archivbild) - Bild: Stefan Jeremiah/FR171756 AP/AP/dpa

Bundesaußenminister Johann Wadephul hat sich in New York mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow getroffen.

GesprÀch am Rand der UN-Generaldebatte

Das erste bilaterale Treffen der Außenminister Deutschlands und Russlands seit Jahren fand am Rande der UN-Generaldebatte statt.

Direkter Austausch nach langer Pause

Mit dem GesprĂ€ch kamen die Außenminister beider LĂ€nder erstmals seit lĂ€ngerer Zeit wieder zu einem bilateralen Treffen zusammen.

Diplomatischer Kontakt im Schatten des Krieges

Das Treffen fĂ€llt in eine Phase, in der der Krieg gegen die Ukraine die Arbeit der Vereinten Nationen prĂ€gt. Bei Beratungen in New York forderte Bundesaußenminister Johann Wadephul zuvor einen sofortigen und vollstĂ€ndigen Waffenstillstand, der im Schwarzen Meer beginnen solle. Zugleich verlangte er eine RĂŒckkehr zu Verhandlungen auf Grundlage des Völkerrechts.

GesprÀchskanal trotz harter GegensÀtze

Das bilaterale GesprĂ€ch zwischen Wadephul und Lawrow schafft keinen erkennbaren Durchbruch, ist aber politisch bedeutsam: Seit Jahren hatten sich die Außenminister beider LĂ€nder nicht mehr bilateral getroffen. Der direkte Austausch kann dazu dienen, Positionen zu ĂŒbermitteln, MissverstĂ€ndnisse zu vermeiden und mögliche GesprĂ€chsformate auszuloten.

Bedeutung fĂŒr Deutschland und Europa

FĂŒr Deutschland bleibt entscheidend, ob aus dem Kontakt konkrete Schritte fĂŒr eine Waffenruhe, humanitĂ€re Vereinbarungen oder Gefangenenaustausche entstehen. Der GesprĂ€chsrahmen ist zugleich begrenzt, weil Russland an seiner KriegsfĂŒhrung festhĂ€lt und Berlin auf UnterstĂŒtzung fĂŒr die Ukraine sowie auf die Geltung des Völkerrechts setzt. FĂŒr die europĂ€ische Öffentlichkeit signalisiert das Treffen daher vor allem: Diplomatische KanĂ€le bleiben offen, ohne dass damit eine politische AnnĂ€herung verbunden ist.

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