USA, Ukraine EuropĂ€er telefonieren mit Trump ĂŒber die Ukraine
10.12.2025 - 17:20:51
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat am Mittwochnachmittag mit US-PrÀsident Donald Trump, Frankreichs PrÀsident Macron und dem britischen Premierminister Keir Starmer telefoniert.
Das teilte der Sprecher der Bundesregierung, Stefan Kornelius, mit.
Die vier Staats- und Regierungschefs hĂ€tten den Stand der GesprĂ€che ĂŒber einen Waffenstillstand in der Ukraine erörtert, hieĂ es. Die "intensive Arbeit am Friedensplan" solle in den kommenden Tagen fortgesetzt werden.
Die Staats- und Regierungschefs "waren sich einig, dass es sich um einen entscheidenden Moment fĂŒr die Ukraine und die gemeinsame Sicherheit im euro-atlantischen Raum handelt", erklĂ€rte Kornelius.
Die US-Regierung hatte im November einen "28-Punkte-Plan" zur Zukunft der Ukraine vorgelegt, der in Verhandlungen mit Russland und ohne Beteiligung der Ukraine entstanden ist.
Der Plan sah unter anderem Abtretung der Krim sowie der Gebiete Luhansk und Donetsk an Russland vor. Russland wĂŒrde zudem entlang der aktuellen Frontlinie die Kontrolle ĂŒber weite Teile von Cherson und Saporischschja erhalten. Die Ukraine mĂŒsste ihre Armee verkleinern und sich in der Verfassung darauf verpflichten, der Nato nicht beizutreten.
Am Montag hatten sich Merz, Macron und Starmer mit dem ukrainischen PrĂ€sidenten Wolodymyr Selenskyj getroffen, um darĂŒber zu beraten. Berichten zufolge kĂŒrzten sie den angeblichen "Friedensplan" von 28 auf 20 Punkte. Die Ukraine lehnt Gebietsabtretungen ab, ihre Regierung hat laut Verfassung dazu keine Befugnis. Die EuropĂ€er wehren sich darĂŒber hinaus gegen die von Trump geplanten Einmischungen Russlands in die EU und die Nato.