BundesprĂ€sident Frank-Walter Steinmeier: Holocaust als Bestandteil der deutschen IdentitĂ€t und Geschichteâ
Veröffentlicht am: 29.01.2020 um 11:52 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Laut Steinmeier sei es an uns, standzuhalten. Es sei ebenfalls unsere Aufgabe, die Erinnerung und Verantwortung, die aus der Erinnerung erwachse, gegen jede Versuchung zu verteidigen. Das sagte der BundesprÀsident am Mittwoch im Plenum.
Der Holocaust sei ein wichtiger Teil der deutschen Geschichte und IdentitĂ€t. FĂŒr das zukĂŒnftige Erinnern mĂŒssten fĂŒr die Gedenkkultur neue AnsĂ€tze zum Erinnern entwickelt werden, so die Auffassung Frank-Walter Steinmeiers. Besonders fĂŒr die jĂŒngere Generation bedĂŒrfe es neuer Formen des Erinnerns und Gedenkens. SchlieĂlich mĂŒsse ihnen klar sein, was die Vergangenheit mit ihrem heutigen Leben und Wirken zu tun habe. DafĂŒr mĂŒssen laut Steinmeier neue Formen des Gedenkens gefunden werden. Ein besonderer Dank in seiner Rede galt auĂerdem dem ebenfalls anwesenden israelischen PrĂ€sidenten Reuven Rivlin. Dass gerade ein PrĂ€sident aus Israel die quĂ€lenden Erinnerungen an diese Zeit gemeinsam mit einem Deutschen durchlebe, dass ein PrĂ€sident aus Israel an diesem Tag zu diesem Anlass spreche, erfĂŒlle ihn mit tiefster Demut. BundesprĂ€sident Frank-Walter Steinmeier deutete Rivlins PrĂ€senz als ein âZeichen der Verbundenheitâ zwischen Israel und Deutschland. Dieses Zeichen verstehe er gleichzeitig auch als Verpflichtung. Deutschland werde nicht vergessen. Und Deutschland stehe an der Seite Israels. Reuven Rivlin Ă€uĂerte sich selbst auch im Rahmen der Gedenkstunde. Er plĂ€dierte dafĂŒr, einen neuen Start in den Beziehungen zwischen Deutschland und Israel zu wagen. Statt in der Vergangenheit zu verharren, so Rivlin, mĂŒsse der Blick nun in die Zukunft gerichtet und zusammen auf der Grundlage gemeinsamer Werte und Interessen gehandelt werden. Nationalismus oder Rassismus dĂŒrfte sich in keinem Fall aus der Vergangenheit wiederholen. Aus diesem Grund nahmen Steinmeier und Rivlin zusammen an den Gedenkfeiern in Yad Vashem und Auschwitz teil.
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