Bundesverteidigungsministerium berĂ€t ĂŒber den Einsatz von bewaffneten Drohnen
07.05.2020 - 11:38:20
Die technologischen VerĂ€nderungen in der modernen Waffentechnik erfordern laut Bundesverteidigungsministerium eine Ausweitung der militĂ€rischen Konfliktstrategien. In einer Expertenanhörung soll ab dem 11. Mai ĂŒber den potentiellen Einsatz von Kampfdrohnen bei den BundeswehreinsĂ€tzen im Ausland beraten werden. Wie das âRedaktionsnetzwerk Deutschlandâ berichtet, werden in einer ersten Beratungsstufen Experten aus den Bereichen MilitĂ€r, Recht, Politik und Ethik ihre Standpunkte vortragen und zur Diskussion stellen. Die Vertreter der Kirchen, Juristen und MilitĂ€rstrategen, werden ergĂ€nzt durch Hans-Peter Bartels, derzeit noch Wehrbeauftragter der Bundesregierung und Eberhard Zorn, Generalinspekteur der Bundeswehr. AuĂerdem werden an der Anhörung die Wehrexperten der Bundestagsfraktionen teilnehmen. Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer möchte laut Einladungsschreiben, eine umfassende gesellschaftliche Diskussion zu Thema Kampfdrohnen initiieren. Wir benötigen in dieser schwierigen Frage einen breiten Konsens aller relevanten gesellschaftlichen Gruppen, betont das Verteidigungsministerium. Es bedarf einer klaren Regelung des Einsatzbereiches derartiger Waffen und einer Integration der Kampfdrohnen in die bestehende Strategie der Bundeswehr bei AuslandseinsĂ€tzen. Eine zweite Expertenrunde zum Thema ist fĂŒr den 25. Mai geplant. Die BundeswehrfĂŒhrung setzt dabei auf eine offene Kommunikation und bereitet derzeit auch öffentliche Informationsveranstaltungen vor, die zum Beispiel an UniversitĂ€ten stattfinden sollen. Damit erfĂŒllt das Verteidigungsministerium eine Vorgabe des Koalitionsvertrags zwischen CDU/CSU und SPD, in der unter anderem ein ausfĂŒhrlicher politischer Diskurs gefordert wird.
Der Einsatz von Kampfdrohnen gilt als potentieller Konfliktpunkt in der Regierungskoalition. Bundesverteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer hatte sich stellvertretend fĂŒr die CDU/CSU-Fraktion im Dezember dezidiert fĂŒr einen Einbezug der Technologie ausgesprochen. Aus Anlass eines Truppenbesuchs in Afghanistan befĂŒrwortete sie einen Einsatz der Drohnen im Anti-Terrorkampf. Auch der Verteidigungsexperte der CDU, Henning Otte, setzt sich fĂŒr eine baldige KlĂ€rung der umstrittenen Frage ein. Dabei setzte der CDU-Politiker gegenĂŒber dem âRedaktionsnetzwerk Deutschlandâ klare PrioritĂ€ten. Die Verhinderung von Opfern unter den Bundeswehrangehörigen ist die oberste Handlungsmaxime, bekannte sich der Experte vorbehaltlos fĂŒr einen Kampfeinsatz der Drohnen. Deshalb ist ein baldmöglicher Kampfeinsatz anzustreben. Als Einsatzfeld fĂŒr die neue Kampfdrohne Heron TP der Bundeswehr, sieht Otte die Mission in Mali. Wir benötigen vor Ort nicht nur AufklĂ€rungskompetenzen, sondern auch einen klaren Kampfauftrag. Die Drohne Heron TP ist ein wichtiger Bestandteil des Schutzes unserer Soldaten in Mali.
Die Verteidigungsexpertin der GrĂŒnen im Bundestag, Katja Keul, widerspricht dieser Auffassung der CDU energisch. Wir mĂŒssen eine SchadenabwĂ€gung vornehmen, bevor solche Systeme zum Einsatz kommen, fordert die GrĂŒnen-Politikerin gegenĂŒber dem âRedaktionsnetzwerk Deutschlandâ. Der politische und völkerrechtliche Schaden ist weitaus gröĂer, als der kurzfristige militĂ€rische Nutzen. Der Einsatzbereich von Kampfdrohnen ist die völkerrechtwidrige Tötung von VerdĂ€chtigen ohne offiziellen bewaffneten Konflikt. Der von der Bundeswehr angefĂŒhrte Zweck des Schutzes von Truppen, spielt in der RealitĂ€t keine Rolle, so die GrĂŒnen-Expertin. Kampfdrohnen fĂŒhren zu einer Ausweitung von militĂ€rischer Gewalt und zu einer hohen Zahl von getöteten Zivilisten.
Der Einsatz von Kampfdrohnen gilt als potentieller Konfliktpunkt in der Regierungskoalition. Bundesverteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer hatte sich stellvertretend fĂŒr die CDU/CSU-Fraktion im Dezember dezidiert fĂŒr einen Einbezug der Technologie ausgesprochen. Aus Anlass eines Truppenbesuchs in Afghanistan befĂŒrwortete sie einen Einsatz der Drohnen im Anti-Terrorkampf. Auch der Verteidigungsexperte der CDU, Henning Otte, setzt sich fĂŒr eine baldige KlĂ€rung der umstrittenen Frage ein. Dabei setzte der CDU-Politiker gegenĂŒber dem âRedaktionsnetzwerk Deutschlandâ klare PrioritĂ€ten. Die Verhinderung von Opfern unter den Bundeswehrangehörigen ist die oberste Handlungsmaxime, bekannte sich der Experte vorbehaltlos fĂŒr einen Kampfeinsatz der Drohnen. Deshalb ist ein baldmöglicher Kampfeinsatz anzustreben. Als Einsatzfeld fĂŒr die neue Kampfdrohne Heron TP der Bundeswehr, sieht Otte die Mission in Mali. Wir benötigen vor Ort nicht nur AufklĂ€rungskompetenzen, sondern auch einen klaren Kampfauftrag. Die Drohne Heron TP ist ein wichtiger Bestandteil des Schutzes unserer Soldaten in Mali.
Die Verteidigungsexpertin der GrĂŒnen im Bundestag, Katja Keul, widerspricht dieser Auffassung der CDU energisch. Wir mĂŒssen eine SchadenabwĂ€gung vornehmen, bevor solche Systeme zum Einsatz kommen, fordert die GrĂŒnen-Politikerin gegenĂŒber dem âRedaktionsnetzwerk Deutschlandâ. Der politische und völkerrechtliche Schaden ist weitaus gröĂer, als der kurzfristige militĂ€rische Nutzen. Der Einsatzbereich von Kampfdrohnen ist die völkerrechtwidrige Tötung von VerdĂ€chtigen ohne offiziellen bewaffneten Konflikt. Der von der Bundeswehr angefĂŒhrte Zweck des Schutzes von Truppen, spielt in der RealitĂ€t keine Rolle, so die GrĂŒnen-Expertin. Kampfdrohnen fĂŒhren zu einer Ausweitung von militĂ€rischer Gewalt und zu einer hohen Zahl von getöteten Zivilisten.
Redaktion ad-hoc-news.de, NeoMatrix


