Kanzler, Scholz

Kanzler Scholz: «Afrika ist unser Wunschpartner»

20.11.2023 - 16:11:15 | dpa.de

China hat seine PrÀsenz in Afrika in den letzten Jahren verstÀrkt. Auch Deutschland will die Partnerschaft ausbauen.

Moussa Faki Mahamat (l-r), Olaf Scholz und Assoumani Azali beim «Compact with Africa»-Gipfel in Berlin. - Foto: Kay Nietfeld/dpa
Moussa Faki Mahamat (l-r), Olaf Scholz und Assoumani Azali beim «Compact with Africa»-Gipfel in Berlin. - Foto: Kay Nietfeld/dpa

Bundeskanzler Olaf Scholz hat den Staaten Afrikas Deutschland und die deutsche Wirtschaft als langfristigen und zuverlĂ€ssigen Partner angeboten. Bei einer Pressekonferenz zum Gipfel «Compact with Africa» bezog er dies in Berlin insbesondere auch auf Energiefragen und die Produktion von GrĂŒnem Wasserstoff. «Afrika ist unser Wunschpartner, wenn es darum geht, unsere wirtschaftlichen Beziehungen zu intensivieren und den gemeinsamen Weg in eine klimaneutrale Zukunft zu gehen.»

«Compact with Africa» geht auf eine Initiative Deutschlands wĂ€hrend seines Vorsitzes in der Gruppe der G20-Staaten 2017 zurĂŒck. Diese zielt darauf ab, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den teilnehmenden Staaten zu verbessern, um sie attraktiver fĂŒr auslĂ€ndische private Investitionen zu machen.

Inzwischen gehören 13 LĂ€nder des afrikanischen Kontinents der Staatengruppe an: Ägypten, Äthiopien, Benin, Burkina Faso, CĂŽte d’Ivoire, Ghana, Guinea, die Demokratische Republik Kongo, Marokko, Ruanda, Senegal, Togo, und Tunesien. Weitere Staaten sind an einer Aufnahme interessiert.

Direktinvestitionen gestiegen

Scholz betonte, die Compact-Partnerschaft funktioniere. «Die Compact-LĂ€nder schneiden mit Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung im Vergleich zu Gesamt-Afrika ĂŒberdurchschnittlich gut ab.» Die auslĂ€ndischen Direktinvestitionen seien in diesen LĂ€ndern im vergangenen Jahr wieder massiv gestiegen.

Mit Blick auf den Ausbau der ökonomischen Beziehungen sagte Scholz: «Klar ist, das enorme wirtschaftliche Potenzial wird sich nur durch große private Investitionen heben lassen.» Das Interesse deutscher Unternehmen an Afrika sei immens. Die Regierung erleichtere Privatinvestitionen durch gĂŒnstige Garantiekonditionen, sagte Scholz.

Der Vorsitzende der Afrikanischen Union, Azil Assoumani, und der Vorsitzende der Kommission der Afrikanischen Union, Moussa Faki Mahamat, versicherten angesichts der bereits starken PrĂ€senz Chinas, Afrika sei offen auch fĂŒr andere Partnerschaften. «Es gibt kein Monopol. Jeder hat seinen Platz», betonte Assoumani. Beide Politiker betonten, dass die Schulden der afrikanischen Staaten und die Zinslast zu hoch seien und eigene Investitionen der Staaten hemmten. «Die Schuldenlast stellt ein Joch dar», sagte Faki.

So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
ausland | 64262468 |