Ausland, Finanzdistrikt in Peking

China und EuropÀische Union nÀhern sich gegenseitig an

15.12.2020 - 16:03:46 | ad-hoc-news.de

Die EU und China arbeiten mit Nachdruck daran, zu einem guten Verhandlungsabschluss bezĂŒglich Investitionen zu kommen.

Finanzdistrikt in Peking - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Finanzdistrikt in Peking - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Um dieses Ziel zu erreichen, fĂŒhren die UnterhĂ€ndler der EuropĂ€ischen Union und UnterhĂ€ndler der chinesischen Regierung weitere GesprĂ€che in dieser Woche. DarĂŒber berichtet das Handelsblatt in seiner Ausgabe vom Mittwoch. Ziel sei es, rasch zu einer Einigung in noch strittigen Punkten zu gelangen und etwaige Differenzen beiseite zu legen.

Sowohl die europĂ€ische wie die chinesische Seite sind davon ĂŒberzeugt, dass Einigungen in strittigen Fragen erzielt werden können. Ein Insider drĂŒckte sich in BrĂŒssel so aus, man rechne noch in der laufenden Woche mit konkreten Ergebnissen.

Derzeit wird zwischen der EuropĂ€ischen Union und China ĂŒber ein strittiges Investitionsabkommen verhandelt. Dieses ist schon seit sieben Jahren Thema von Auseinandersetzungen zwischen der EU und China. Hintergrund ist: EuropĂ€ische Firmen möchten einen fairen und damit besseren Zugang auf den chinesischen Markt erhalten. Darin enthalten sein sollen auch Wettbewerbsbedingungen, die europĂ€ische Waren in China betreffen.

Sowohl China als auch die EU versicherten, noch 2020 GesprĂ€che erfolgreich zum Abschluss bringen zu wollen. Jedoch schienen die anvisierten Zielen aufgrund der weltweiten Pandemie und mangelndem Entgegenkommen von chinesischer Seite bisher gefĂ€hrdet. Jetzt arbeiten sowohl Peking als auch BrĂŒssel mit Hochdruck daran, sich politisch zu verstĂ€ndigen. Deswegen, so hieß es, habe man sich mittlerweile auch in grundlegenden Fragen annĂ€hern können. Auch in Fragen, die bisher kontrovers diskutiert worden seien.

Könnten sich beide Seiten einigen, kĂ€me dies einem Höhepunkt deutscher RatsprĂ€sidentschaft in der EU gleich. Immer schon setzte sich Kanzlerin Merkel von der CDU fĂŒr das Investitionsabkommen ab. Immer auch mit dem Ziel, bis Ende 2020 einen Schlussstrich unter dieses Kapitel setzen zu können.

ZunĂ€chst war geplant, die letzte Runde bei den Verhandlungen zwischen der EU und China in der letzten Woche abzuschließen. Es kam jedoch bei den Konsultationen zu einer VerlĂ€ngerung in dieser Woche. Man habe aber bei den letzten Verhandlungen deutliche Fortschritte erzielen können. Und zwar durch intensiven Austausch darĂŒber, wie es mit Marktzugang, Nachhaltigkeit und auch institutionellen Bestimmungen aussehen solle, so Nicolas Chapuis, der Botschafter fĂŒr die EU in China ist.

FĂŒr die Kommission der EU gibt es zur Zeit ein Zeitfenster, innerhalb dessen sich Fortschritte zeigen sollten. So ist man der Meinung, dass es von geopolitischer Tragweite wĂ€re, wenn China und Europa jetzt miteinander zu einer VerstĂ€ndigung kĂ€men.

Peking möchte die EuropĂ€er an ihrer Seite wissen, wenn es um Dispute mit den USA geht. Es wĂ€re ein symbolischer Akt fĂŒr Peking, wenn dies vor dem Amtsantritt des gewĂ€hlten amerikanischen PrĂ€sidenten Joe Biden möglich wĂ€re.

 

Redaktion ad-hoc-news.de, A & Omega

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