Gruppe um Russland will UN-ErklÀrungen blockieren
18.09.2023 - 00:35:28Eine Gruppe von Staaten um Russland will mehrere ErklÀrungen blockieren, die von der Weltgemeinschaft wÀhrend der anstehenden UN-Generaldebatte angenommen werden sollten. Dazu zÀhlt unter anderem ein Text, mit dem heute die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen bekrÀftigt werden sollten.
UN-GeneralsekretÀr António Guterres hatte das Papier als «Quantensprung» zur Wiederbelebung der stark in Verzug geratenen Entwicklungsziele bezeichnet. Ein entsprechender Brief vom Sonntag wurde neben Russland auch von von Belarus, Bolivien, Kuba, Nordkorea, Eritrea, dem Iran, Nicaragua, Syrien, Venezuela und Simbabwe unterzeichnet.
«Berechtigte Anliegen ignoriert»
In dem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Schreiben an den PrĂ€sidenten der UN-Vollversammlung, Dennis Francis, beklagen die elf Unterzeichner Sanktionen, denen Staaten unterlĂ€gen und die ihrer Entwicklung schadeten. Bei den Verhandlungen zu den ErklĂ€rungen wurden «die berechtigten Anliegen einer groĂen Zahl von EntwicklungslĂ€ndern ignoriert». Wegen seines Einmarsches in die Ukraine war Russland mit einer Reihe von StrafmaĂnahmen belegt worden.
Mit der Blockade könnte der Erfolg eines von den Vereinten Nationen als zentral eingestuften und hochrangig besetzten Gipfels in Gefahr sein. Eigentlich sollte die ErklĂ€rung einstimmig angenommen werden und unter anderem eine Reform der internationalen Finanzstruktur unterstĂŒtzen. Mit dieser sollten arme LĂ€nder an gĂŒnstigere Kredite und Zugang zu mehr Geld unter anderem von der Weltbank kommen können.
Nachhaltigkeitsziele:Â extrem zurĂŒckgeworfen
Im Jahr 2015 hatten sich die Staaten der Welt mit den 17 UN-Nachhaltigkeitszielen (SDG) zentrale VorsĂ€tze fĂŒr die globale Entwicklung gegeben, mit denen etwa Bildung verbessert oder Hunger und extreme Armut bis 2030 beendet werden sollen. Doch die Corona-Pandemie, der Ukraine-Krieg und eine Schuldenkrise in armen LĂ€ndern haben das Erreichen der Ziele extrem zurĂŒckgeworfen. Es blieb zunĂ€chst unklar, wie die Vereinten Nationen auf den Brief reagieren werden.





