AntĂłnio Guterres, SDGs

Gruppe um Russland will UN-ErklÀrungen blockieren

18.09.2023 - 00:35:28

Corona-Pandemie, Ukraine-Krieg, eine Schuldenkrise in armen LÀndern: Die UN-Nachhaltigkeitsziele sind stark in Verzug geraten. Kurz vor der Generaldebatte droht sich die Situation weiter zu verschÀrfen.

  • Wassili Nebensja, StĂ€ndiger Vertreter von Russland bei den Vereinten Nationen, spricht vor dem UN-Sicherheitsrat. - Foto: -/UNTV/AP/dpa

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  • Russlands Außenminister Sergej Lawrow wĂ€hrend einer Pressekonferenz im Hauptquartier der Vereinten Nationen. - Foto: Bebeto Matthews/AP/dpa

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Wassili Nebensja, StĂ€ndiger Vertreter von Russland bei den Vereinten Nationen, spricht vor dem UN-Sicherheitsrat. - Foto: -/UNTV/AP/dpaRusslands Außenminister Sergej Lawrow wĂ€hrend einer Pressekonferenz im Hauptquartier der Vereinten Nationen. - Foto: Bebeto Matthews/AP/dpa

Eine Gruppe von Staaten um Russland will mehrere ErklÀrungen blockieren, die von der Weltgemeinschaft wÀhrend der anstehenden UN-Generaldebatte angenommen werden sollten. Dazu zÀhlt unter anderem ein Text, mit dem heute die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen bekrÀftigt werden sollten.

UN-GeneralsekretÀr António Guterres hatte das Papier als «Quantensprung» zur Wiederbelebung der stark in Verzug geratenen Entwicklungsziele bezeichnet. Ein entsprechender Brief vom Sonntag wurde neben Russland auch von von Belarus, Bolivien, Kuba, Nordkorea, Eritrea, dem Iran, Nicaragua, Syrien, Venezuela und Simbabwe unterzeichnet.

«Berechtigte Anliegen ignoriert»

In dem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Schreiben an den PrĂ€sidenten der UN-Vollversammlung, Dennis Francis, beklagen die elf Unterzeichner Sanktionen, denen Staaten unterlĂ€gen und die ihrer Entwicklung schadeten. Bei den Verhandlungen zu den ErklĂ€rungen wurden «die berechtigten Anliegen einer großen Zahl von EntwicklungslĂ€ndern ignoriert». Wegen seines Einmarsches in die Ukraine war Russland mit einer Reihe von Strafmaßnahmen belegt worden.

Mit der Blockade könnte der Erfolg eines von den Vereinten Nationen als zentral eingestuften und hochrangig besetzten Gipfels in Gefahr sein. Eigentlich sollte die ErklĂ€rung einstimmig angenommen werden und unter anderem eine Reform der internationalen Finanzstruktur unterstĂŒtzen. Mit dieser sollten arme LĂ€nder an gĂŒnstigere Kredite und Zugang zu mehr Geld unter anderem von der Weltbank kommen können.

Nachhaltigkeitsziele: extrem zurĂŒckgeworfen

Im Jahr 2015 hatten sich die Staaten der Welt mit den 17 UN-Nachhaltigkeitszielen (SDG) zentrale VorsĂ€tze fĂŒr die globale Entwicklung gegeben, mit denen etwa Bildung verbessert oder Hunger und extreme Armut bis 2030 beendet werden sollen. Doch die Corona-Pandemie, der Ukraine-Krieg und eine Schuldenkrise in armen LĂ€ndern haben das Erreichen der Ziele extrem zurĂŒckgeworfen. Es blieb zunĂ€chst unklar, wie die Vereinten Nationen auf den Brief reagieren werden.

@ dpa.de