DÀnemark verschÀrft wegen Koranverbrennungen Grenzkontrollen
04.08.2023 - 10:25:55Mit Blick auf die jĂŒngsten Koranverbrennungen und deren Folgen fĂŒr die Sicherheitslage verschĂ€rft nach Schweden auch DĂ€nemark seine Grenzkontrollen.
Wie das dĂ€nische Justizministerium am spĂ€ten Donnerstagabend mitteilte, hĂ€lt es die staatliche Polizei fĂŒr notwendig, den Einsatz an den dĂ€nischen Grenzen vorlĂ€ufig bis zum 10. August zu verstĂ€rken. Dies bedeute unter anderem, dass Einreisende aus Schweden in der kommenden Zeit stichprobenartige Grenzkontrollen erleben könnten, hieĂ es vom Ministerium.
An der deutsch-dĂ€nischen Grenze bemannt die Polizei nun wieder die GrenzĂŒbergĂ€nge in Padborg, KrusĂ„ und FrĂžslev dauerhaft mit Personal, wie die Polizei im SĂŒden der Region JĂŒtland am Freitag mitteilte. An den weiteren ĂbergĂ€ngen sollen Patrouillen Reisende kontrollieren. Generell wollen die Beamten demnach verstĂ€rkt darauf achten, ob man ein legitimes Anliegen im Land hat.
Die Polizeibezirke SĂŒdseeland und Lolland-Falster teilten zudem mit, dass Einreisende in den FĂ€hrhafen RĂždbyhavn und Gedser stĂ€rker kontrolliert werden. Die Einreise werde daher möglicherweise fĂŒnf bis zehn Minuten lĂ€nger dauern. In den HĂ€fen kommen FĂ€hren aus Puttgarden auf Fehmarn beziehungsweise aus Rostock an.
PET: Gefahrenbild hat sich durch Koranverbrennungen verÀndert
Grundlage fĂŒr die verschĂ€rften Grenzkontrollen sind nach Angaben des Justizministeriums Empfehlungen des Inlandsnachrichtendienstes PET. Die jĂŒngsten Koranverbrennungen hĂ€tten das aktuelle Gefahrenbild verĂ€ndert. Es sei deshalb derzeit nötig, den Blick stĂ€rker darauf zu richten, wer nach DĂ€nemark einreise.
Koranverbrennungen in Schweden und in DĂ€nemark hatten zuletzt wĂŒtende Proteste in muslimisch geprĂ€gten Staaten ausgelöst und den beiden skandinavischen LĂ€ndern diplomatischen Ărger eingebracht. Die Aktionen werden von kleinen Gruppen durchgefĂŒhrt, die damit Muslime provozieren wollen. Kritik an Religionen ist in DĂ€nemark wie in Schweden von der Meinungsfreiheit gedeckt. In beiden LĂ€ndern prĂŒfen die Regierungen derzeit allerdings, inwieweit solche Aktionen in bestimmten FĂ€llen rechtlich untersagt werden können.


