Neuer Kandidat fĂŒr Chefposten im US-Parlament nominiert
25.10.2023 - 06:29:40Die Republikaner haben den Abgeordneten Mike Johnson als neuen Kandidaten fĂŒr den Vorsitz des US-ReprĂ€sentantenhauses nominiert. Der 51-JĂ€hrige habe bei einer internen Abstimmung mit anderen AnwĂ€rtern 128 Stimmen erhalten, berichteten US-Medien gestern am spĂ€ten Abend (Ortszeit). Er wolle die Berufung heute offiziell machen und sich zur Wahl fĂŒr den Chefposten in der Kammer stellen, sagte Johnson Reportern. Seine Nominierung bedeutet nicht automatisch, dass er bei der offiziellen Wahl auch eine notwendige Mehrheit erhĂ€lt.
Der Jurist und frĂŒhere Radiomoderator aus dem Bundesstaat Louisiana ist bereits der vierte Kandidat fĂŒr den Vorsitz, seitdem sein Parteikollege Kevin McCarthy Anfang Oktober in einer historischen Abstimmung abgewĂ€hlt worden war. Johnson habe sich seinerzeit geweigert, die Niederlage von Donald Trump bei der PrĂ€sidentenwahl 2020 anzuerkennen, hieĂ es in Medienberichten.
Drittwichtigste politische Amt in den USA
Erst Stunden vor der Berufung Johnsons war der Republikaner Tom Emmer fĂŒr den Posten nominiert worden. Der 62-JĂ€hrige zog seine Kandidatur Medienberichten zufolge aber zurĂŒck, weil er keine Mehrheit fĂŒr das spĂ€tere Votum im Plenum der Kammer auf die Beine stellen konnte. Zuvor waren bereits seine Parteikollegen Steve Scalise und Jim Jordan gescheitert.
Um in das nach PrĂ€sident und VizeprĂ€sident drittwichtigste politische Amt in den USA gewĂ€hlt zu werden, braucht es eine absolute Mehrheit unter den anwesenden Abgeordneten des ReprĂ€sentantenhauses. DafĂŒr wĂ€ren in der Kammer voraussichtlich 217 Stimmen nötig. Da die Republikaner mit 221 Sitzen nur eine knappe Mehrheit haben, kann sich ein Kandidat nur wenige Abweichler in den eigenen Reihen leisten.
Johnson Ă€uĂerte sich «sehr zuversichtlich», die nötige Mehrheit zu bekommen. Laut US-Medien ist das jedoch ungewiss. Es gebe in der Fraktion sogar Bestrebungen, McCarthy auf den Posten zurĂŒckzubringen. Das Chaos in der republikanischen Fraktion lĂ€hmt schon seit Wochen die politische Arbeit des ReprĂ€sentantenhauses.





