Biden, USA

USA stellen Taiwan MilitÀrhilfe in Millionenhöhe bereit

29.07.2023 - 01:32:26

Das Hilfspaket soll Waffen und Ausbildungsmittel beinhalten. Kommt es nun zu neuen Spannungen zwischen China und den USA?

Die USA stellen der demokratischen Inselrepublik Taiwan MilitĂ€rhilfe im Wert von 345 Millionen US-Dollar (rund 313 Millionen Euro) zur VerfĂŒgung. Das Weiße Haus veröffentlichte gestern eine entsprechende VerfĂŒgung des US-PrĂ€sidenten Joe Biden, aus der auch hervorgeht, dass die militĂ€rische AusrĂŒstung aus den BestĂ€nden des US-MilitĂ€rs abgezogen wird.

Neben Waffen soll das Paket auch Ausbildungsmittel beinhalten. Eine Übersicht ĂŒber die geplanten Lieferungen veröffentlichte die US-Regierung, anders als bei der MilitĂ€rhilfe fĂŒr die Ukraine, zunĂ€chst nicht. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge soll das Paket unter anderem tragbare Flugabwehrsysteme, sogenannte Manpads, AufklĂ€rungsdrohnen und Munition beinhalten.

Spannungen zwischen China und den USA

China ist entschieden gegen jede Form des offiziellen Austauschs zwischen den USA und Taiwan. Die kommunistische FĂŒhrung in Peking betrachtet das unabhĂ€ngig regierte Taiwan als Teil der Volksrepublik und droht mit einer Eroberung. China versucht, Taiwan international zu isolieren und lehnt offizielle Kontakte anderer LĂ€nder mit Taiwan strikt ab.

Wie die meisten LĂ€nder der Welt unterhalten auch die USA keine Botschaft in Taiwan. Allerdings gibt es eine Vielzahl informeller Kontakte, die Peking verĂ€rgern. Auch die MilitĂ€rhilfen dĂŒrften nicht zu einer Entspannung des VerhĂ€ltnisses zwischen China und den USA beitragen.

Parlamentarier in Washington hatten die US-Regierung aufgefordert, die Lieferung von Waffen an Taiwan zu beschleunigen. Ziel mĂŒsse es sein, der Inselrepublik dabei zu helfen, sich gegen China wehren zu können und Peking auch vor einem Angriff abzuschrecken, so die Argumentation. Der republikanische Vorsitzende des Ausschusses fĂŒr auswĂ€rtige Angelegenheiten des US-ReprĂ€sentantenhauses, Michael McCaul, begrĂŒĂŸte den Schritt am Freitag, sagte aber, dass dieser schon «viel frĂŒher» hĂ€tte kommen mĂŒssen.

@ dpa.de