Philippinen, Gesetze

Philippinen verabschieden Gesetze zum SĂŒdchinesischen Meer

08.11.2024 - 11:21:17 | dpa.de

Das philippinische MilitĂ€r hĂ€lt gerade ein großes Manöver im umstrittenen SĂŒdchinesischen Meer ab. Jetzt legt die Regierung nach und untermauert ihre AnsprĂŒche mit zwei Gesetzen. China ist verĂ€rgert.

  • Das rohstoffreiche SĂŒdchinesische Meer ist schon lange umstritten. (Archivbild) - Foto: Carola Frentzen/dpa
    Das rohstoffreiche SĂŒdchinesische Meer ist schon lange umstritten. (Archivbild) - Foto: Carola Frentzen/dpa
  • Das philippinische MilitĂ€r hĂ€lt gerade ein zweiwöchiges Manöver in der umstrittenen Region ab.  - Foto: Aaron Favila/AP/dpa
    Das philippinische MilitÀr hÀlt gerade ein zweiwöchiges Manöver in der umstrittenen Region ab. - Foto: Aaron Favila/AP/dpa
  • PrĂ€sident Marcos Jr. will mit den Gesetzen die AnsprĂŒche seines Landes untermauern. - Foto: Uncredited/MALACANANG PRESIDENTIAL COMMUNICATIONS OFFICE/AP/dpa
    PrĂ€sident Marcos Jr. will mit den Gesetzen die AnsprĂŒche seines Landes untermauern. - Foto: Uncredited/MALACANANG PRESIDENTIAL COMMUNICATIONS OFFICE/AP/dpa
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Die philippinische Regierung hat im Streit mit China um kontroverse Gebiete im SĂŒdchinesischen Meer zwei neue Gesetze verabschiedet. Darin werden Meereszonen und Seewege durch das Archipel sowie Flugrouten klar definiert. Ziel ist es, den Anspruch des Inselstaates auf bestimmte Regionen zu stĂ€rken und die territoriale IntegritĂ€t zu festigen. Die Zeitung «The Philippine Star» sprach von einer «wegweisenden Maßnahme». Diese dĂŒrfte aber fĂŒr neuen Ärger mit Peking sorgen. 

Nach Angaben von PrĂ€sident Ferdinand Marcos Jr. sind der «Philippine Maritime Zones Act» und der «Philippine Archipelagic Sea Lanes Act» dazu gedacht, die SouverĂ€nitĂ€t und die maritimen Rechte des Landes nach internationalem Recht zu untermauern. «Unser Volk, insbesondere unsere Fischer, sollten ihren Lebensunterhalt ohne Unsicherheit und Schikanen bestreiten können», sagte er. «Wir mĂŒssen in der Lage sein, die BodenschĂ€tze und Energieressourcen auf unserem Meeresboden zu nutzen.»

Peking reagierte verĂ€rgert auf die Entscheidung und bestellte den philippinischen Botschafter ein, wie das chinesische Außenamt mitteilte. China verurteile das Vorgehen der Philippinen und sehe darin eine Verletzung seiner territorialen SouverĂ€nitĂ€t und maritimen Interessen im SĂŒdchinesischen Meer, sagte Sprecherin Mao Ning. 

HÀufige ZwischenfÀlle mit chinesischen Schiffen

In dem Streit kommt es seit Jahren immer wieder zu Schiffskollisionen und chinesischen Übergriffen mit Wasserkanonen. Die Volksrepublik reklamiert praktisch das gesamte SĂŒdchinesische Meer fĂŒr sich. Die Philippinen, aber auch Vietnam, Malaysia, Taiwan und Brunei, weisen die AnsprĂŒche zurĂŒck und berufen sich auf ein Urteil des UN-Schiedsgerichts von 2016. China erkennt das Urteil aber nicht an. Das rohstoffreiche Gebiet gilt auch als wichtige globale Handelsroute. 

Mit den Gesetzen hoffen die Philippinen, ein enger VerbĂŒndeter der USA, kĂŒnftige Übergriffe besser ĂŒberwachen und abwehren zu können. Ob sie dazu beitragen können, die angespannte Lage in der Region zu entschĂ€rfen, ist aber fraglich. 

Bereits seit Montag hĂ€lt das philippinische MilitĂ€r ein zweiwöchiges Manöver mit etwa 3.000 Soldaten ab. Dabei werden auch die Einnahmen von Inseln im SĂŒdchinesischen Meer und amphibische Operationen geprobt. Nach eigenen Angaben will das Land damit seine VerteidigungsfĂ€higkeit verbessern, auch wenn die Übungen nicht gegen ein bestimmtes Land gerichtet seien.

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