Russland: Staatsduma verabschiedet Reform zur Wehrpflicht
25.07.2023 - 16:35:04 | dts-nachrichtenagentur.deSo wurde die Obergrenze des Wehrdienstalters von 27 Jahren auf nunmehr 30 Jahre angehoben, berichtet die russische Nachrichtenagentur RIA. Die Strafzahlungen fĂŒr Rekruten, die ihren Termin bei einem Wehrmelde- oder Einberufungsamt nicht wahrnehmen, wurden drastisch erhöht. Ebenfalls angehoben wurden die Strafen fĂŒr diejenigen, die nach der Zustellung einer Einberufung ihren Wohnort verlassen, ohne dies beim zustĂ€ndigen Wehrmeldeamt anzuzeigen.
Als zugestellt zĂ€hlt ein Bescheid zukĂŒnftig auch dann, wenn er online in einem entsprechenden Register veröffentlicht worden ist. Rekruten ist es ĂŒberdies verboten, ab dem Tag der Zustellung des Bescheids aus Russland auszureisen. Wer ohne die Angabe eines triftigen Grundes nicht zu seinem Termin auf dem Wehrmeldeamt erscheint, muss bereits am nĂ€chsten Tag damit rechnen, dass ihm die Fahrerlaubnis entzogen wird. Weitere MaĂnahmen diesbezĂŒglich sind das Verbot der Registrierung als SelbststĂ€ndiger oder Unternehmer sowie die EinschrĂ€nkung einer Kreditvergabe, berichtet RIA. Die Neuerungen treten am 01.01.2024 in Kraft. Bei den letzten Mobilisierungswellen des russischen MilitĂ€rs hatten sich viele Einberufene ins Ausland abgesetzt oder sich versteckt, um keinen MilitĂ€rdienst leisten zu mĂŒssen.
dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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