Rechtsruck bei PrÀsidentenwahl in Chile möglich
16.11.2025 - 12:58:09In Chile hat sich bei der PrĂ€sidentenwahl ein politischer Richtungswechsel angedeutet. Die Kommunistin Jeannette Jara aus dem Regierungslager lag in Umfragen zwar vor dem Rechtspolitiker JosĂ© Antonio Kast, der Konservativen Evelyn Matthei und dem ultrarechten Johannes Kaiser. Allerdings dĂŒrfte die ehemalige Arbeitsministerin Jara die absolute Mehrheit und damit den Sieg in der ersten Wahlrunde verpassen.Â
Bei der Stichwahl zwischen den beiden stĂ€rksten Kandidaten im Dezember in dem sĂŒdamerikanischen Land deutet dann alles auf den Wahlsieg eines Bewerbers aus dem rechten Lager hin, da sich die WĂ€hler der unterlegenen rechten Kandidaten um ihn versammeln dĂŒrften.Â
Neben dem kĂŒnftigen PrĂ€sidenten werden auch knapp die HĂ€lfte der Senatoren und alle 155 Abgeordnete neu gewĂ€hlt. Am heutigen Sonntag sind rund 15,8 Millionen Menschen zur Wahl aufgerufen. In Chile herrscht Wahlpflicht. Die Wahllokale schlieĂen um 18.00 Uhr (22.00 Uhr MEZ). Mit ersten Ergebnissen wird in der Nacht auf Montag gerechnet.
Sicherheit und Migration im Fokus des Wahlkampfs
WÀhrend der amtierende linke PrÀsident Gabriel Boric vor vier Jahren noch gewÀhlt wurde, um die starken sozialen Unterschiede zu beheben sowie das Bildungs- und Gesundheitswesen zu verbessern, hat sich der Fokus mittlerweile verschoben. Im Mittelpunkt des Wahlkampfes standen die Themen Sicherheit und Migration. Obwohl Chile noch immer eines der sichersten LÀnder der Region ist, hat die KriminalitÀt in einigen Bereichen zuletzt zugenommen.
Staatschef Boric darf nach seiner vierjĂ€hrigen Amtszeit aus verfassungsrechtlichen GrĂŒnden nicht erneut kandidieren. Der kĂŒnftige PrĂ€sident wird sein Amt am 11. MĂ€rz 2026 antreten.


