Unicef, Millionen

Unicef: Über zwei Millionen MĂ€dchen in Afghanistan nicht beschult

22.03.2025 - 18:32:24 | dts-nachrichtenagentur.de

Das UN-Kinderhilfswerk Unicef beklagt die Verweigerung von Schulbildung fĂŒr MĂ€dchen in Afghanistan.

Unicef (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Unicef (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
"Mit dem Beginn des neuen Schuljahres in Afghanistan sind es drei Jahre, seit das Verbot der Sekundarschulbildung fĂŒr MĂ€dchen in Kraft getreten ist. Diese Entscheidung beeintrĂ€chtigt weiterhin die Zukunft von Millionen afghanischer MĂ€dchen", sagte Unicef-Exekutivdirektorin Catherine Russell. "Wenn dieses Verbot bis 2030 bestehen bleibt, werden ĂŒber vier Millionen MĂ€dchen ihres Rechtes auf weiterfĂŒhrende Schulbildung nach der Grundschule beraubt worden sein", warnte Russell.

"Die Konsequenzen fĂŒr diese MĂ€dchen - und fĂŒr Afghanistan - sind katastrophal." Das Verbot habe negative Folgen fĂŒr das Gesundheitssystem, die Wirtschaft und die Zukunft des Landes. "Je weniger MĂ€dchen eine Ausbildung erhalten, desto höher ist ihr Risiko einer Kinderheirat, mit negativen Auswirkungen fĂŒr ihr Wohlergehen und ihre Gesundheit", beklagte die Unicef-Vertreterin. "ZusĂ€tzlich wird das Land einen Mangel qualifizierter weiblicher Gesundheitsmitarbeiterinnen erfahren. Dadurch werden Menschenleben gefĂ€hrdet", erklĂ€rte sie. "Mit weniger Ärztinnen und Hebammen werden MĂ€dchen und Frauen nicht die medizinische Behandlung und UnterstĂŒtzung erhalten, die sie benötigen. Wir schĂ€tzen, dass die MĂŒttersterblichkeit um weitere 1.600 FĂ€lle und die SĂ€uglingssterblichkeit um ĂŒber 3.500 FĂ€lle steigen werden. Dies sind nicht nur Zahlen - sie stehen fĂŒr den Verlust von Leben und zerbrochene Familien", so Russell. "Seit ĂŒber drei Jahren werden die Rechte von MĂ€dchen in Afghanistan verletzt. Allen MĂ€dchen muss jetzt erlaubt werden, in die Schule zurĂŒckzukehren", drĂ€ngte sie. "Wenn diesen begabten, intelligenten jungen MĂ€dchen weiterhin Bildung verweigert wird, dann werden die Konsequenzen ĂŒber Generationen zu spĂŒren sein. Afghanistan kann nicht die HĂ€lfte seiner Bevölkerung zurĂŒcklassen", so die Unicef-Exekutivdirektorin. "Wie werden uns weiterhin fĂŒr das Recht jedes einzelnen afghanischen MĂ€dchens auf Bildung einsetzen und fordern die De-facto-Behörden auf, das Verbot sofort aufzuheben. Bildung ist nicht nur ein grundlegendes Recht, sie ist der Weg zu einer gesĂŒnderen, stabileren und wohlhabenden Gesellschaft", sagte Russell.

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