Richter, Trumps

Richter lehnt Trumps Antrag auf Urteilsaufhebung ab

17.12.2024 - 06:48:13 | dts-nachrichtenagentur.de

Das Urteil gegen den designierten US-PrĂ€sidenten Donald Trump im New Yorker Strafprozess ĂŒber die FĂ€lschung von GeschĂ€ftsunterlagen und VerstĂ¶ĂŸe gegen das Wahlgesetz soll nicht aufgehoben werden.

Donald-Trump-T-Shirts (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Das entschied der New Yorker Richter Juan Merchan am Montag (Ortszeit). Die Entscheidung des von Republikanern dominierten Supreme Courts, dass Trump weitgehende ImmunitĂ€t fĂŒr offizielle Akte wĂ€hrend seiner Amtszeit genieße, habe nicht zur Folge, dass die Verurteilung abgewiesen werden mĂŒsse, so der Richter. Die von der Staatsanwaltschaft in Manhattan vorgelegten Beweise hĂ€tten keinen Bezug zu Trumps offiziellem Verhalten als PrĂ€sident. Trump war in allen 34 Anklagepunkten fĂŒr schuldig erklĂ€rt worden.

Es war das erste Mal, dass ein Ex-PrĂ€sident in einem Strafprozess fĂŒr schuldig erklĂ€rt wurde. Eine Bemessung des Strafmaßes steht noch aus. Möglich wĂ€ren mehrere Jahre GefĂ€ngnis, wenngleich eine BewĂ€hrungsstrafe fĂŒr deutlich wahrscheinlicher gilt. In dem Verfahren könnte es noch zu zahlreichen weiteren Verzögerungen kommen. Der Richter muss beispielsweise noch ĂŒber einen Antrag von Trumps AnwĂ€lten entscheiden, in dem diese fordern, die Verurteilung mit der BegrĂŒndung aufzuheben, dass Trump inzwischen zum PrĂ€sidenten gewĂ€hlt wurde. Das Urteil gegen Trump stehen in Verbindung mit Schweigegeldzahlungen an Pornodarstellerin Stormy Daniels in Höhe von 130.000 Dollar. Trump war nicht fĂŒr die Zahlung an sich angeklagt, diese ist in den USA legal. Er soll dem Urteil zufolge jedoch die Zahlungen, die sein frĂŒherer Anwalt Michael Cohen fĂŒr ihn tĂ€tigte, als gewöhnliche Rechtskosten getarnt haben. In New York ist UnterlagenfĂ€lschung lediglich ein Vergehen - außer sie hat das Ziel, ein anderes Verbrechen zu verschleiern. Die Staatsanwaltschaft witterte hierbei eine Verschwörung zur UnterstĂŒtzung einer politischen Kampagne mit "ungesetzlichen Mitteln". Sie wirft Trump damit vor, wĂ€hrend der PrĂ€sidentschaftskampagne 2016 gegen das Wahlgesetz verstoßen zu haben. Sein frĂŒherer Anwalt belastete den damaligen PrĂ€sidentschaftsbewerber in dem Prozess: Trump soll ihn beauftragt haben, Berichte ĂŒber seine AffĂ€ren zu stoppen. Der inzwischen wiedergewĂ€hlte Ex-PrĂ€sident selbst sagte in dem Prozess nicht aus. Seine Verteidigung versuchte, Cohen als LĂŒgner darzustellen.

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