US-Bundesstaat Michigan streicht Trump nicht vom Wahlzettel
27.12.2023 - 16:52:13Das Oberste Gericht des US-Bundesstaats Michigan hat den Versuch von Gegnern Donald Trumps abgewiesen, den ehemaligen US-PrĂ€sidenten vom Wahlzettel fĂŒr die Vorwahlen zu streichen. Das Gericht erklĂ€rte, es «sei nicht davon ĂŒberzeugt, dass die vorgelegten Fragen von diesem Gericht ĂŒberprĂŒft werden sollten».
Das Urteil steht im starkem Kontrast zu einer Entscheidung des Obersten Gerichts des Bundesstaats Colorado. Es hatte vergangene Woche geurteilt, dass Trump wegen seiner Rolle im Zusammenhang mit dem Sturm auf das Kapitol am 6. Januar 2021 fĂŒr das PrĂ€sidentenamt nicht geeignet sei und daher nicht an der Vorwahl teilnehmen könne.
Trumps Gegner argumentieren mit Verfassungszusatz
Trump will nach der PrĂ€sidentenwahl 2024 wieder fĂŒr die Republikaner ins WeiĂe Haus einziehen. Seine Gegner versuchen in verschiedenen Bundesstaaten, Trumps Namen von Wahlzetteln fĂŒr die PrĂ€sidentenwahl streichen zu lassen. Sie argumentieren mit einem Verfassungszusatz, wonach Personen von Wahlen ausgeschlossen sind, die einen «Aufstand» gegen die Verfassung angezettelt haben. Bisher haben sie nur in Colorado Erfolg gehabt.
Anders als in Colorado wurde der Fall in Michigan nie vor Gericht verhandelt. Entsprechende Klagen wurden von unteren Instanzen abgelehnt. Es kam also nie zur inhaltlichen Auseinandersetzung, sondern ging um die Frage der ZustÀndigkeit. Das Oberste Gericht des Bundesstaats bestÀtigte nun die Klageabweisungen.
Die unterschiedlichen EinschĂ€tzungen von den jeweils höchsten juristischen Instanzen in den beiden Bundesstaaten dĂŒrften es wahrscheinlicher machen, dass sich am Ende das Oberste Gericht der USA, der Supreme Court, mit der Frage beschĂ€ftigen wird. Trump hatte Berufung gegen das Urteil in Colorado angekĂŒndigt. Das Oberste Gericht in Colorado hat seine Entscheidung selbst solange ausgesetzt, bis im Falle einer Berufung die Frage endgĂŒltig geklĂ€rt ist. Trumps Name dĂŒrfte also auf den Wahlzetteln fĂŒr die Vorwahl seiner Partei in dem Bundesstaat Anfang kommenden Jahres stehen.


