USA, Regierung

Vize-Justizminister: Keine weiteren Anklagen in Epstein-Fall

02.02.2026 - 04:00:39

Das veröffentlichte Material im Fall des SexualstraftĂ€ters Jeffrey Epstein enthĂ€lt viel Verstörendes. FĂŒr weitere Anklagen reicht es trotzdem nicht, meint der stellvertretende US-Justizminister.

Das US-Justizministerium plant nach der Veröffentlichung der Ermittlungsakten im Fall des SexualstraftĂ€ters Jeffrey Epstein vorerst keine weiteren Anklagen. Bei der PrĂŒfung der Epstein-Akten sei darin nichts gefunden worden, was dem Ministerium eine Strafverfolgung ermöglichen wĂŒrde, sagte der stellvertretende US-Justizminister Todd Blanche dem US-Sender CNN. Die ganze Welt könne sich nun das veröffentlichte Material ansehen und selbst «beurteilen, ob wir uns geirrt haben», sagte er weiter.

Der Vize-Justizminister rÀumte ein, dass das veröffentlichte Material Verstörendes enthalten habe. «Es gibt viele schreckliche Fotos, die offenbar von Herrn Epstein oder von Menschen aus seinem Umfeld aufgenommen wurden, aber das erlaubt uns nicht unbedingt, jemanden strafrechtlich zu verfolgen», so Blanche.

Der US-MultimillionÀr Epstein hatte jahrelang einen Missbrauchsring betrieben, dem Dutzende junge Frauen und MinderjÀhrige zum Opfer fielen. 2019 kam er im Alter von 66 Jahren in einer GefÀngniszelle zu Tode. Das veröffentlichte Material enthÀlt unter anderem E-Mails, Gerichtsdokumente, Àrztliche Gutachten, aber auch etliche Fotos und Videos.

Viele bekannte Persönlichkeiten in Epstein-Akten

Besonders groß ist das Interesse an dem Fall, weil Epstein beste Kontakte in die High Society hatte. In den veröffentlichten Unterlagen kommen viele bekannte Persönlichkeiten vor, darunter auch US-PrĂ€sident Donald Trump. Allerdings gibt es keine Hinweise auf eine Verwicklung des Republikaners in den Skandal. Der US-PrĂ€sident bestreitet jegliche Verwicklung in die kriminellen Machenschaften.

Das US-Justizministerium hatte am Freitag eine letzte Charge an Ermittlungsakten veröffentlicht. Blanche hatte erklÀrt, das Ministerium sei damit nun seiner Verpflichtung nachgekommen. Dass die jahrelange Debatte um die Veröffentlichung der Epstein-Akten damit beendet ist, gilt allerdings als unwahrscheinlich.

@ dpa.de

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