Ausland, David McAllister

David McAllister verlangt mehr Einsatz von Boris Johnson

09.06.2020 - 10:21:07 | ad-hoc-news.de

David McAllister (CDU), der Brexit-Beauftragte des EuropÀischen Parlaments, hat wegen der ins Stocken geratenen Brexit-Verhandlungen ein stÀrkeres Engagement des britischen Premierministers Boris Johnson gefordert.

David McAllister - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
David McAllister - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
McAllister erklĂ€rte in der RTL/ntv-Sendung "FrĂŒhstart", es werde jetzt in London eine politische Entscheidung gebraucht, wie es weitergehen solle, und an der Stelle sei "der Premierminister persönlich gefordert". Über ein denkbares Krisentreffen von Premierminister Boris Johnson, KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen und RatsprĂ€sident Charles Michel sagte McAllister: "Ich glaube schon, dass dieses Gipfeltreffen Sinn macht".

Die Grundlage fĂŒr die aktuellen Verhandlungen sei nach wie vor die im Oktober 2019 abgegebene politische ErklĂ€rung, die die Unterschrift von Boris Johnson trage, der damals so wie heute der britische Premierminister gewesen sei. Die EU erwarte von Johnson, dass er jetzt eindeutig erklĂ€re, ob sich die britische Regierung "noch an diese politische ErklĂ€rung gebunden" fĂŒhle, forderte McAllister, der auch der VizeprĂ€sident der konservativen EVP ist. McAllister betonte, in den Brexit-Verhandlungen drĂ€nge die Zeit "enorm" und es sei "enttĂ€uschend" zu sehen, dass nun schon die vierte GesprĂ€chsrunde "ohne nennenswerte Fortschritte" beendet worden sei. Man sei nun in eine "kritische Phase" eingetreten, betonte er.

Der Brexit-Beauftragte der EU erlĂ€uterte, wenn es weiterhin dabei bleibe, dass das Vereinigte Königreich keine VerlĂ€ngerung der Übergangsfrist wolle, dann mĂŒsse bis spĂ€testens am 31. Oktober dieses Jahres "ein fertiger, rechtlich einwandfreier Text" existieren. McAllister unterstrich, von Seiten der EuropĂ€ischen Union sei immer deutlich gemacht worden, sie sei zu einer VerlĂ€ngerung der Übergangsfrist bereit. HierfĂŒr gebe es auch viele gute GrĂŒnde, unter anderem auch "die verheerenden Folgen" der Corona-Pandemie. Auf eine FristverlĂ€ngerung mĂŒssten sich allerdings beide Seiten einigen, und bislang lehne die britische Regierung sie ab. Daher bleibe es wohl dabei, dass man zum Ende des Jahres "das Vereinigte Königreich aus dem Binnenmarkt und der Zollunion verabschieden" werde, erklĂ€rte David McAllister in der Sendung "FrĂŒhstart".

 

Redaktion ad-hoc-news.de, RSM

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