Chile, Wahl

Rechtspolitiker Kast gewinnt PrÀsidentenwahl in Chile

14.12.2025 - 23:45:15

Der deutschstÀmmige Anwalt Kast versprach bei Sicherheit und Migration eine Politik der harten Hand und setzt sich damit durch. Seine kommunistische Rivalin rÀumt die Niederlage ein.

  • Rund 15,8 Millionen Menschen waren zur Wahl aufgerufen. - Foto: Matias Delacroix/AP/dpa

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  • Die kommunistische Regierungskandidatin Jeannette Jara hatte im November die erste Wahlrunde knapp gewonnen. - Foto: Natacha Pisarenko/AP/dpa

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  • Der kĂŒnftige Staatschef tritt sein Amt am 11. MĂ€rz 2026 an. - Foto: Esteban Felix/AP/dpa

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Rund 15,8 Millionen Menschen waren zur Wahl aufgerufen. - Foto: Matias Delacroix/AP/dpaDie kommunistische Regierungskandidatin Jeannette Jara hatte im November die erste Wahlrunde knapp gewonnen. - Foto: Natacha Pisarenko/AP/dpaDer kĂŒnftige Staatschef tritt sein Amt am 11. MĂ€rz 2026 an. - Foto: Esteban Felix/AP/dpa

Der deutschstÀmmige Rechtspolitiker José Antonio Kast hat die PrÀsidentenwahl in Chile gewonnen. Der Kandidat der Republikanischen Partei erhielt bei der Stichwahl knapp 59 Prozent der Stimmen, wie das Wahlamt nach AuszÀhlung von 83 Prozent mitteilte. Die kommunistische Regierungskandidatin Jeannette Jara gratulierte Kast telefonisch zum Wahlsieg, wie sie auf der Plattform X mitteilte. Sie kam auf rund 41 Prozent der Stimmen. 

Damit steht das sĂŒdamerikanische Land vor einem Rechtsruck. Im Mittelpunkt des Wahlkampfes um die Nachfolge des linken amtierenden PrĂ€sidenten Gabriel Boric standen die Themen KriminalitĂ€t und Migration. Boric konnte aus verfassungsrechtlichen GrĂŒnden nicht erneut kandidieren.

Der neunfache Vater und strengglĂ€ubige Katholik Kast stammt aus einer einflussreichen Familie. Mehrere Geschwister des 59-jĂ€hrigen Rechtspolitikers waren wie er Abgeordnete oder Senatoren, ein Bruder diente wĂ€hrend der MilitĂ€rdiktatur von Augusto Pinochet als PrĂ€sident der Zentralbank. Sein Vater - ein ehemaliger Wehrmachtsoffizier und NSDAP-Mitglied aus Bayern - wanderte nach dem 2. Weltkrieg nach Chile aus und grĂŒndete dort eine Fabrik fĂŒr Fleisch- und Wurstwaren. 

Kast will Grenzen sichern und Migranten abschieben

Obwohl Chile noch immer eines der sichersten LĂ€nder der Region ist, hat die KriminalitĂ€t in einigen Bereichen zugenommen. Zudem ist der Anteil der Migranten in Chile zuletzt auf rund zehn Prozent der Bevölkerung gestiegen - der grĂ¶ĂŸte Teil stammt aus dem Krisenland Venezuela. 

Kast hat ein hartes Vorgehen gegen KriminalitĂ€t und illegale Migration angekĂŒndigt. So will der Jurist die Grenzen stĂ€rker sichern, die irregulĂ€re Einreise zu einer Straftat machen und Migranten ohne Papiere abschieben. Zudem kĂŒndigte er an, neue GefĂ€ngnisse zu bauen. Um die Wirtschaft anzukurbeln, will Kast die Unternehmenssteuer senken und die öffentlichen Ausgaben deutlich senken. Er tritt sein Amt am 11. MĂ€rz 2026 an.

@ dpa.de