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Trump gewinnt in South Carolina - Haley kÀmpft weiter

25.02.2024 - 04:50:59

Der Erfolgskurs des ehemaligen PrÀsidenten bei den Vorwahlen seiner Partei scheint ungebremst. Doch Konkurrentin Haley gibt nicht auf. Nun richtet sich die Aufmerksamkeit auf den Super Tuesday.

  • Trump und Haley lieferten sich in South Carolina erneut ein Duell um die Nominierung ihrer Partei fĂŒr die PrĂ€sidentenwahl am 5. November. - Foto: Alex Brandon/AP/dpa

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  • Nach der Abstimmung in South Carolina zeigte sich Haley ernst, aber kĂ€mpferisch. - Foto: Chris Carlson/AP/dpa

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Trump und Haley lieferten sich in South Carolina erneut ein Duell um die Nominierung ihrer Partei fĂŒr die PrĂ€sidentenwahl am 5. November. - Foto: Alex Brandon/AP/dpaNach der Abstimmung in South Carolina zeigte sich Haley ernst, aber kĂ€mpferisch. - Foto: Chris Carlson/AP/dpa

Es ist sein vierter Sieg in Folge: Der frĂŒhere US-PrĂ€sident Donald Trump hat die Vorwahl zur PrĂ€sidentschaftskandidatur der Republikaner auch im Bundesstaat South Carolina gewonnen. Bereits bei den bisherigen Vorwahlen in Iowa, New Hampshire und Nevada ging der 77-JĂ€hrige als Sieger hervor. Trumps Konkurrentin Nikki Haley, die einst Gouverneurin des konservativen Bundesstaats im SĂŒdosten der USA war, fuhr in South Carolina wie erwartet eine Niederlage ein. Trotz verschwindend geringer Chancen, Trump am Ende zu schlagen, stieg die 52-JĂ€hrige nicht aus dem Rennen aus. 

Trump und Haley lieferten sich in South Carolina erneut ein Duell um die Nominierung ihrer Partei fĂŒr die PrĂ€sidentenwahl am 5. November. Nach AuszĂ€hlung von rund 80 Prozent der Stimmen fĂŒhrte Trump mit rund 60 Prozent und lag damit etwa 20 Prozentpunkte vor Haley - sie erreichte knapp 40 Prozent. Wer in den USA PrĂ€sidentschaftskandidat werden will, muss sich zunĂ€chst in parteiinternen Vorwahlen durchsetzen. Bei Parteitagen im Sommer werden die Kandidaten offiziell gekĂŒrt. Der Nominierungsparteitag der Republikaner findet Mitte Juli statt. 

Bei den parteiinternen Vorwahlen sind je nach Partei und Bundesstaat unterschiedlich viele Delegiertenstimmen zu vergeben. Wie die Vorwahlen abgehalten werden, unterscheidet sich von Bundesstaat zu Bundesstaat. Demokraten und Republikaner folgen dabei einem jeweils eigenen System. In South Carolina entschieden die ParteianhĂ€nger am Samstag klassisch in Wahllokalen ĂŒber ihren Favoriten. In wenigen anderen Bundesstaaten wird bei kleinen Parteiversammlungen, sogenannten Caucuses, abgestimmt. 

Haley gibt nicht auf

Nach der Abstimmung in South Carolina zeigte sich Haley ernst, aber kĂ€mpferisch. Sie habe versprochen, im Rennen zu bleiben, egal, was in South Carolina passiere, sagte sie. «Ich bin eine Frau, die zu ihrem Wort steht.» 40 Prozent der Stimmen sei «keine kleine Gruppe», und es gebe eine große Anzahl von WĂ€hlern unter den Republikanern, die eine echte Alternative zu Trump wollten, sagte Haley. South Carolina sei erst der vierte Bundesstaat Staat, in dem es eine Entscheidung gegeben habe. In den kommenden zehn Tagen stĂŒnden Entscheidungen in zahlreichen anderen Bundesstaaten an. 

Haley, die als politisch moderater und rhetorisch deutlich gemĂ€ĂŸigter gilt als Trump, hatte in South Carolina auf einen Heimvorteil gehofft. Die 52-JĂ€hrige war von 2011 bis 2017 die erste Frau im Gouverneursamt des Bundesstaats, in dem sie auch geboren wurde. South Carolina ist von der FlĂ€che her ungefĂ€hr so groß wie Österreich und hat mehr als fĂŒnf Millionen Einwohnerinnen und Einwohner. Rund ein Viertel der Bevölkerung ist schwarz. Die Vorwahl in South Carolina war die erste Abstimmung in einem SĂŒdstaat der USA.

Trump hatte in South Carolina in Umfragen knapp 30 Prozentpunkte vor Haley gelegen. In landesweiten Umfragen fĂŒhrt er mit noch deutlicherem Vorsprung. Der ehemaligen US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen Haley werden kaum noch Chancen eingerĂ€umt, sich am Ende gegen Trump durchzusetzen. Nun liegt ein besonderes Augenmerk auf dem 5. MĂ€rz, dem sogenannten Super Tuesday. An diesem Tag finden in 15 Bundesstaaten gleichzeitig Vorwahlen der Republikaner statt. 

Trump auf Erfolgskurs

Bereits mit der Schließung der Wahllokale in South Carolina erklĂ€rten mehrere US-Sender Trump unter Berufung auf eigene Prognosen zum Sieger. «Das war ein bisschen frĂŒher als wir erwartet haben, und ein noch grĂ¶ĂŸerer Sieg als wir erwartet haben», sagte Trump vor jubelnden AnhĂ€ngern nur weniger Minuten spĂ€ter in seiner Siegesrede. Eine solche Stimmung habe es «noch nie» gegeben, die republikanische Partei sei «nie so geeint wie jetzt» gewesen, sagte er. 

Trumps Sieg in Haleys Heimat untermauert den RĂŒckhalt des Republikaners bei der Parteibasis. Trotz seiner juristischen Probleme hat er bei seinen AnhĂ€ngern nicht an Beliebtheit eingebĂŒĂŸt. Es laufen vier strafrechtliche Verfahren gegen ihn, unter anderem wegen seiner Versuche, das Wahlergebnis der PrĂ€sidentenwahl 2020 zu kippen, die er gegen den Demokraten Joe Biden verlor. 

Der Sieg in South Carolina macht eine Kandidatur Trumps fĂŒr die Republikaner bei der PrĂ€sidentenwahl im November wahrscheinlicher. Stand jetzt deutet alles auf ein erneutes Duell zwischen ihm und dem amtierenden PrĂ€sidenten Biden hin.

@ dpa.de