EU-Politiker bringen Europol fĂŒr Epstein-Ermittlungen ins GesprĂ€ch
10.02.2026 - 04:00:00Auch der Vize-Vorsitzende der GrĂŒnen im EU-Parlament, Sergey Lagodinsky, hĂ€lt eine europĂ€ische Aufarbeitung des Skandals fĂŒr geboten. "Wo es belastbare Hinweise auf grenzĂŒberschreitende KriminalitĂ€t, GeldwĂ€sche oder politische Einflussnahme gibt, darf das kein rein nationales Thema bleiben", sagte er dem "Handelsblatt". "Wenn transnationale GeldflĂŒsse oder organisierte Strukturen im Raum stehen, ist eine koordinierte Auswertung durch Europol und die EU-GeldwĂ€schebehörden richtig" - ergĂ€nzend zu nationalen Ermittlungen und unter klarer parlamentarischer Kontrolle.
Strack-Zimmermann sagte, die bisherigen Epstein-EnthĂŒllungen "werfen schwerwiegende Fragen auf, die nicht an kontinentalen und nationalen Grenzen haltmachen dĂŒrfen". Sollten politische Entscheider, wirtschaftliche Akteure oder Finanzströme durch Kompromittierung und Erpressung beeinflusst worden sein, sei das "ein sicherheitspolitisches Problem auch fĂŒr Europa". Sollten sich zudem Hinweise auf eine gezielte auslĂ€ndische Einflussoperation bestĂ€tigen, "wĂ€re das alarmierend", fĂŒgte die FDP-Politikerin hinzu. "Wir wissen, dass autoritĂ€re Regime gezielt Schwachstellen einzelner Akteure suchen, um Demokratien von innen heraus zu destabilisieren."


