USA, EU

EU-Politiker bringen Europol fĂŒr Epstein-Ermittlungen ins GesprĂ€ch

10.02.2026 - 04:00:00

Der Fall des US-SexualstraftĂ€ters Jeffrey Epstein soll nach dem Willen mehrerer Europaabgeordneter auch auf EU-Ebene untersucht werden."EuropĂ€ische Institutionen wie Europol und die zustĂ€ndigen EU-GeldwĂ€schebehörden sollten vorhandene Erkenntnisse umgehend und systematisch auswerten und, wo erforderlich, eng mit internationalen Partnern zusammenarbeiten", sagte die Vorsitzende des Ausschusses fĂŒr Sicherheit und Verteidigung im EuropĂ€ischen Parlament, Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), dem "Handelsblatt" (Dienstagsausgabe).

"Gerade grenzĂŒberschreitende Netzwerke lassen sich nur gemeinsam wirksam aufklĂ€ren."

Auch der Vize-Vorsitzende der GrĂŒnen im EU-Parlament, Sergey Lagodinsky, hĂ€lt eine europĂ€ische Aufarbeitung des Skandals fĂŒr geboten. "Wo es belastbare Hinweise auf grenzĂŒberschreitende KriminalitĂ€t, GeldwĂ€sche oder politische Einflussnahme gibt, darf das kein rein nationales Thema bleiben", sagte er dem "Handelsblatt". "Wenn transnationale GeldflĂŒsse oder organisierte Strukturen im Raum stehen, ist eine koordinierte Auswertung durch Europol und die EU-GeldwĂ€schebehörden richtig" - ergĂ€nzend zu nationalen Ermittlungen und unter klarer parlamentarischer Kontrolle.

Strack-Zimmermann sagte, die bisherigen Epstein-EnthĂŒllungen "werfen schwerwiegende Fragen auf, die nicht an kontinentalen und nationalen Grenzen haltmachen dĂŒrfen". Sollten politische Entscheider, wirtschaftliche Akteure oder Finanzströme durch Kompromittierung und Erpressung beeinflusst worden sein, sei das "ein sicherheitspolitisches Problem auch fĂŒr Europa". Sollten sich zudem Hinweise auf eine gezielte auslĂ€ndische Einflussoperation bestĂ€tigen, "wĂ€re das alarmierend", fĂŒgte die FDP-Politikerin hinzu. "Wir wissen, dass autoritĂ€re Regime gezielt Schwachstellen einzelner Akteure suchen, um Demokratien von innen heraus zu destabilisieren."

@ dts-nachrichtenagentur.de

Weitere Meldungen

KI bei WhatsApp – EU droht Meta mit Zwangsmaßnahmen. Der MarktfĂŒhrer WhatsApp vom Meta-Konzern lĂ€sst laut EU-Kommission aber nur eine KI zu: «Meta AI». BrĂŒssel will das Ă€ndern. KĂŒnstliche Intelligenz soll Nutzern auch in Messenger-Apps helfen. (Wissenschaft, 09.02.2026 - 13:05) weiterlesen...

KI bei Whatsapp – EU droht Meta mit Zwangsmaßnahmen Nur Metas KI auf Whatsapp? Die EU sieht ein Problem fĂŒr den fairen Wettbewerb auf dem KI-Markt - und kĂŒndigt an, europĂ€isches Recht im Zweifel auch mit Zwang durchzusetzen. (Wissenschaft, 09.02.2026 - 11:36) weiterlesen...

SPD: Deutschland muss Beziehung zu USA neu definieren. Die SPD meint: Daraus muss Deutschland grundlegende Konsequenzen ziehen. Die USA haben sich verÀndert. (Politik, 08.02.2026 - 04:30) weiterlesen...

Litauen mahnt europĂ€ischen Plan B fĂŒr Sicherheit an Laut Litauens MinisterprĂ€sidentin Inga Ruginiene betreibt ihr Land trotz aller BĂŒndnistreue der Nato bereits Vorsorge fĂŒr den Ernstfall. (Ausland, 07.02.2026 - 07:00) weiterlesen...

EU bringt 20. Paket mit Russland-Sanktionen auf den Weg. Zum Jahrestag des Angriffskriegs gegen die Ukraine wird ein neues Paket prÀsentiert. Russland da treffen, wo es weh tut: Das ist das Ziel der EU-Sanktionen. (Ausland, 06.02.2026 - 15:57) weiterlesen...

Macht Tiktok sĂŒchtig? EU-Kommission droht mit Strafe. Die EuropĂ€ische Union kritisiert Tiktok. Worum es geht - und worĂŒber aktuell diskutiert wird. Wenn Teenies stundenlang Videos anschauen, kann das schĂ€dlich sein. (Wissenschaft, 06.02.2026 - 15:05) weiterlesen...