Finnlands PrÀsident lobt Trumps Ukrainepolitik
26.10.2025 - 17:57:01Dass die Ukraine den Donbass aufgebe, komme "ĂŒberhaupt nicht infrage", so Stubb. Die Region wĂ€re andernfalls fĂŒr Moskau eine "direkte Autobahn nach Kiew". Zu dem jĂŒngsten Treffen von Trump mit dem ukrainischen PrĂ€sidenten Wolodymyr Selenskyj in Washington sagt Stubb, vielleicht habe man sich in Europa zu sehr auf die Frage der Tomahawks fokussiert. Dabei gebe es auch andere weitreichende Waffen. Angesprochen auf Berichte, wonach Russland derzeit seine militĂ€rischen Anlagen entlang der mehr als 1.300 Kilometer langen Grenze mit Finnland wiederaufbaut, sagte Stubb, wenn der Krieg in der Ukraine ende, mĂŒssten die russischen Soldaten nun mal irgendwohin. In Bezug auf russische Drohungen sagte Stubb: "Wir Finnen sind daran gewöhnt und lassen uns von solchen Drohungen nicht beeindrucken." Stubb sagte zugleich, als Finne wisse man, "wozu die Russen fĂ€hig sind". Deswegen unterstĂŒtze sein Land vehement die Ukraine. Finnland hatte in Folge des Winterkriegs von 1939 und 1940, in dem die Sowjetunion das Land ĂŒberfallen hatte, rund zehn Prozent seines Territoriums verloren. Im Kalten Krieg machte es als neutrales Land zwischen den beiden groĂen Machtblöcken ZugestĂ€ndnisse an die Sowjetunion, konnte so jedoch unabhĂ€ngig bleiben. Gefragt, ob Finnland damit ein Vorbild fĂŒr die Ukraine sein könne, verneinte Stubb dies. Der groĂe Unterschied bestehe darin, dass Finnland damals, abgesehen von etwas deutscher Hilfe, allein gewesen sei. "Die Ukraine ist nicht allein." Sie werde finanziell wie militĂ€risch unterstĂŒtzt. Finnland habe nach 1945 zwar seine UnabhĂ€ngigkeit behalten, jedoch seine SouverĂ€nitĂ€t verloren, sagte Stubb. Dies dĂŒrfe im Falle der Ukraine nicht geschehen.


