EVP, Zollvereinbarung

EVP erklÀrt Zollvereinbarung mit militÀrischer SchwÀche Europas

28.07.2025 - 21:37:13

Der Fraktionsvorsitzende der EuropĂ€ischen Volkspartei im EU-Parlament, Manfred Weber (CSU), fĂŒhrt die nachteilige Zollvereinbarung mit den USA auf die militĂ€rische SchwĂ€che Europas zurĂŒck.

"Donald Trump hat eine starke Position, gerade wegen der AbhĂ€ngigkeiten in der Nato", sagte Weber der FAZ (Dienstagsausgabe). "Wenn es um die militĂ€rische Sicherheit Europas geht, sitzt Amerika eben am lĂ€ngeren Hebel." Das habe nicht zur StĂ€rke BrĂŒssels in den HandelsgesprĂ€chen beigetragen, so der CSU-Politiker.

Die EU-Kommission habe es immerhin geschafft, den Schaden durch noch höhere ZollsĂ€tze zu begrenzen. Weber machte deutlich, dass ein Zollsatz von 15 Prozent auf Einfuhren aus der EU in die USA der europĂ€ischen Wirtschaft schade. "Die Zölle sind schmerzhaft, sie tun uns weh", sagte er der FAZ. Gleichwohl wĂŒrden die Christdemokraten der Vereinbarung im EuropĂ€ischen Parlament zustimmen, "weil wir keinen Handelskrieg mit den USA wollen". Europa mĂŒsse allerdings seine SouverĂ€nitĂ€t stĂ€rken, dafĂŒr mĂŒsse bei RĂŒstungsprojekten auch "das Prinzip `Buy European` fĂŒr europĂ€isches Geld hochgehalten werden". Im Rahmen der Zollvereinbarung wurden massive europĂ€ische RĂŒstungskĂ€ufe bei US-Firmen angekĂŒndigt. FĂŒr den Herbst stellte der Fraktionsvorsitzende der Christdemokraten "VorschlĂ€ge fĂŒr einen Wirtschaftsbooster" in Aussicht. Dabei gehe es um die Revision des Ausstiegs aus dem Verbrennungsmotor, eine Energieunion, die StĂ€rkung des Dienstleistungssektors und des europĂ€ischen Kapitalmarkts. Außerdem werde sich die EVP fĂŒr eine rasche Ratifizierung des Mercosur-Handelsabkommens mit SĂŒdamerika einsetzen, unter BerĂŒcksichtigung der Interessen von Landwirten. "Das wĂ€re die beste Antwort auf Trumps Zölle", sagte Weber der FAZ.

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