US-General, Ben

US-General Ben Hodges fordert Protest des MilitÀrs gegen Trump

13.06.2025 - 08:55:06

Der frĂŒhere Oberbefehlshaber der US-Armee in Europa, General Ben Hodges, fordert die GenerĂ€le und AdmirĂ€le im aktiven Dienst wie im Ruhestand zum Protest gegen Missbrauch der StreitkrĂ€fte durch US-PrĂ€sident Donald Trump auf.

"Ihr Eid gilt der Verfassung, nicht dem PrÀsidenten", sagte Hodges dem Tagesspiegel. Anlass ist die von Trump angeordnete MilitÀrparade an diesem Samstag. Offiziell geht es um den 250. Geburtstag der US-Armee.

Am selben Tag feiert Trump jedoch seinen 79. Geburtstag. "Diese Parade ist eine fĂŒrchterliche Idee", argumentiert Hodges. "Es ist nicht unsere Tradition, MilitĂ€rparaden mit Waffen abzuhalten - mit einer Ausnahme: wenn US-Truppen von einem Einsatz nach Hause zurĂŒckkehren, um sie willkommen zu heißen." Der pensionierte General wirft der Trump-Regierung vor: "Sie verlangt von den US-StreitkrĂ€ften, etwas zu tun, was in Nordkorea, Russland oder anderen autoritĂ€ren Regimen ĂŒblich ist, die StĂ€rke zeigen wollen. Als Dwight Eisenhower PrĂ€sident war, Ă€ußerte dieser sich entsetzt ĂŒber die Idee einer MilitĂ€rparade", so Hodges und beruft sich damit auf den populĂ€ren US-General aus dem Zweiten Weltkrieg. Angesichts der aktuellen politischen Situation und des MilitĂ€reinsatzes gegen Demonstranten in Los Angeles "ist diese Parade besonders schlimm", meint Hodges. Es gehe Trump um die EinschĂŒchterung von US-BĂŒrgern. "Die Parade ist Teil einer gezielten Strategie, StĂ€rke gegenĂŒber Amerikanern zu demonstrieren, nicht gegenĂŒber auslĂ€ndischen Gegnern." "Eine große MilitĂ€rparade mit Panzern, die durch Washington DC rollt, bietet ein schlechtes und verstörendes Bild im Zusammenhang mit den unangemessenen und spaltenden Reden, die PrĂ€sident Trump kĂŒrzlich in Fort Bragg, North Carolina, und bei der Abschlussfeier in West Point gehalten hat, sowie angesichts des Einsatzes der Nationalgarde und der Marines in Los Angeles", fĂŒhrte Hodges aus. Es sei "die Pflicht unserer hochrangigen FĂŒhrungskrĂ€fte in Uniform, der zivilen FĂŒhrung ihre besten militĂ€rischen RatschlĂ€ge zu erteilen - auch wenn diese nicht danach gefragt hat oder die RatschlĂ€ge nicht mag." Hodges sagte: "Ich bin mir nicht sicher, ob die höchsten MilitĂ€rs dieser Pflicht gerade jetzt nachkommen. Angesichts der vielen unangemessenen Dinge, die derzeit geschehen, kann ich nur vermuten, dass die höheren Offiziere ihre Bedenken entweder nicht in angemessener und wirksamer Weise Ă€ußern. Oder dass diese Bedenken ignoriert werden." "Es obliegt daher den GenerĂ€len und AdmirĂ€len im Ruhestand, unsere politische FĂŒhrung herauszufordern", rechtfertigt Hodges seine Intervention. "Und unsere aktiven Kameraden in Uniform an ihre Pflicht zu erinnern: nĂ€mlich die Verfassung zu schĂŒtzen und zu verteidigen."

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