Grönland will mehr Gleichberechtigung in Beziehungen zu DÀnemark
16.06.2025 - 13:44:14Sein Land sei offen fĂŒr GeschĂ€fte und bereit, die Partnerschaft mit allen Mitgliedern der westlichen Allianz zu stĂ€rken. "Aber wir sind nicht kĂ€uflich." Eine wirtschaftliche Zusammenarbeit mit den USA schlieĂt er nicht aus, "jedoch auch zu unseren Bedingungen". Nielsen sagte, dass viele Menschen in Grönland Angst vor der Zukunft hĂ€tten. "Eine meiner Hauptaufgaben als Premierminister ist es, ihnen zu versichern, dass wir alles tun werden, um unser Land zu schĂŒtzen." Mitte MĂ€rz fĂŒhrte Nielsen einen der gröĂten Proteste der Hauptstadt zum US-Konsulat an. Rund 1.000 Menschen sprachen sich in Nuuk gegen die AnnexionswĂŒnsche des US-PrĂ€sidenten aus. Nielsens Partei Demokraatit hat in ihrem Wahlprogramm die UnabhĂ€ngigkeit von DĂ€nemark zum "ultimativen Ziel" erklĂ€rt. Die Bilder mit der dĂ€nischen Premierministerin Mette Frederiksen und König Frederik X, die beide Nielsen im April besuchten, strahlten Einvernehmen aus. Nielsen ist jetzt bemĂŒht, diesen Eindruck abzumildern. "Es ist nichts Besonderes, dass Besuch aus DĂ€nemark kommt, um einen neuen Premier zu begrĂŒĂen", sagte er dem "Spiegel". Man wolle mehr "Gleichberechtigung innerhalb der Beziehungen mit DĂ€nemark". Dazu gehörten nicht nur Entschuldigungen fĂŒr alle Verbrechen, die das Land in der Kolonialzeit begangen habe, sondern auch mehr wirtschaftliche Investitionen. Der neue Premier will Tourismus, erneuerbare Energien und den Abbau von BodenschĂ€tzen voranbringen, um nicht mehr vom Export im Fischereisektor abhĂ€ngig zu sein. Dazu brauche man Partner und Investoren, etwa aus Europa. Nielsens langfristiges Ziel ist die UnabhĂ€ngigkeit von DĂ€nemark, aber auch von den USA.


