Israels Botschafter lobt Trumps Nahost-Kurs
15.02.2025 - 10:30:53Trump habe zwei Kernbotschaften, die beide zutrĂ€fen. "Die Botschaft an den Westen ist: So geht es nicht weiter, die bisherigen Rezepte haben versagt. An die arabischen Staaten geht der Hinweis, dass sie Teil der Lösung sein mĂŒssen, nicht Teil des Problems", sagte Prosor. Die arabischen Staaten mĂŒssten mehr Engagement bei der Lösung des Nahost-Konflikts zeigen. "Die können nicht wie Statler und Waldorf in der Muppetshow im Zuschauerrang sitzen und die Show kommentieren", sagte Prosor dem RND. Dies gelte auch fĂŒr den Umgang mit dem Vorschlag von US-PrĂ€sident Donald Trump zur Umsiedlung der Gaza-Bewohner in andere LĂ€nder. "Wer jetzt Trumps Vorschlag kritisiert, muss sagen, wie er das besser machen will." Prosor sagte, es sei unklar, "was, wie und mit welchen Partnern umgesetzt werden soll". Es handele sich dabei um komplizierte Verhandlungen. Klar sei dabei aber: "Der Nahe Osten funktioniert anders, als man es im auĂenpolitischen Elfenbeinturm vermutet." Der israelische Botschafter mahnte auĂerdem zu Vorsicht im Umgang mit den neuen Machthabern in Syrien, die den langjĂ€hrigen Diktator Baschar al-Assad abgelöst hatten. "Was wir in Syrien stehen, ist ein Anfang. Aber wir mĂŒssen sehr genau hinschauen. Die neuen Machthaber in Syrien kommen aus dem Islamischen Staat. Aus einem Tiger wird nicht plötzlich eine Katze. Ich warne vor blinder Begeisterung, die der Westen jetzt teilweise zeigt", sagte Prosor. Auch Assad habe anfangs als Lichtblick gegolten, dann aber Syrien zugrunde gerichtet. "Das sollte eine Lehre sein, nicht schon zu frĂŒh LorbeerkrĂ€nze zu verteilen", sagte Prosor.


