Entwicklungsministerin Alabali Radovan reist in den Libanon
01.06.2026 - 07:59:46 | dpa.de
Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan reist heute mit ihrem norwegischen Kollegen Ă smund GrĂžver Aukrust in den Libanon. Die SPD-Politikerin will sich vor Ort ein Bild von den Auswirkungen des Krieges zwischen der Hisbollah und Israel machen. Alabali Radovan machte vor ihrem Abflug deutlich, dass sie ein Zeichen der SolidaritĂ€t setzen will. Zugleich verlangte sie ein Ende der Gewalt.Â
«Deutschland steht an der Seite der Menschen im Libanon», erklĂ€rte Alabali Radovan. «Klar ist aber: Die Menschen brauchen mehr als Soforthilfe â sie brauchen Frieden, StabilitĂ€t und eine Zukunftsperspektive. Vertriebene mĂŒssen in ihre Heimat zurĂŒckkehren können. DafĂŒr braucht es einen verlĂ€sslichen Waffenstillstand und ein Ende des Krieges.»
Im Mittelpunkt des zweitĂ€gigen Besuches stehen nach Angaben des Ministeriums die Lage der Binnenvertriebenen im Libanon sowie die BemĂŒhungen der libanesischen Regierung, trotz anhaltender Krise ihren Reformkurs fortzusetzen. Geplant sind unter anderem GesprĂ€che Alabali Radovans mit PrĂ€sident Joseph Aoun, Sozialministerin Haneen Sayed, die auch verantwortlich fĂŒr die Krisenkoordination des Landes ist, und Bildungsministerin Rima Karami.
Die internationale Gemeinschaft blickt zurzeit mit groĂer Sorge auf die Situation in der Region. WĂ€hrend die libanesische Hisbollah Israel immer wieder beschieĂt, rĂŒckt Israel seit Tagen immer weiter in den SĂŒden des Libanons vor. Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums wurden seit Ausbruch des laufenden Krieges Anfang MĂ€rz 3.269 Menschen getötet und fast 10.000 verletzt.
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