Netanjahu: Sicherheitszone im Libanon wird ausgeweitet
16.04.2026 - 04:23:35 | dpa.de
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu lĂ€sst im Kampf gegen die libanesische Hisbollah-Miliz eine Sicherheitszone im nördlichen Nachbarland ausweiten. Er habe die israelischen StreitkrĂ€fte angewiesen, die Sicherheitszone im SĂŒden des Libanons weiter auszudehnen, sagte Netanjahu laut einer Mitteilung seines BĂŒros. Parallel dazu fĂŒhre man Verhandlungen mit dem Libanon. Das israelische Sicherheitskabinett wollte laut Medien am Mittwochabend ĂŒber eine Waffenruhe beraten. Die Sitzung sei aber ohne Beschluss beendet worden, schrieb «Axios»-Reporter Barak Ravid auf X.
GesprÀche dauern an
Erstmals seit Jahrzehnten waren am Dienstagabend in Washington israelische und libanesische Vertreter zu direkten GesprĂ€chen auf politischer Ebene zusammengekommen. Die Verhandlungen mit dem Libanon verfolgten zwei zentrale Ziele, erklĂ€rte Netanjahu laut seines BĂŒros vom Mittwochabend: Die Entwaffnung der vom Iran unterstĂŒtzten Hisbollah-Miliz «und zweitens einen dauerhaften Frieden. Frieden durch StĂ€rke.» Die libanesische Regierung, die keine Partei im Krieg zwischen Israel und der Hisbollah ist, will eine Waffenruhe und einen Abzug der israelischen Soldaten aus dem SĂŒden Libanons erreichen.
Am Mittwoch hatten sich Israels MilitĂ€r und die Hisbollah erneut gegenseitig beschossen. Die Sicherheitszone im SĂŒdlibanon solle auch ostwĂ€rts bis zu den HĂ€ngen des Berges Hermon erweitert werden, «damit wir unseren drusischen BrĂŒdern in ihrer Notlage besser beistehen können», erklĂ€rte Netanjahu weiter. Die religiöse Minderheit der Drusen in Syrien gilt als VerbĂŒndete Israels. Das Bergmassiv des Hermon erstreckt sich entlang der syrisch-libanesischen Grenze. Im SĂŒden endet es auf den von Israel annektierten Golanhöhen.
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