Trump kĂŒndigt SpitzengesprĂ€ch zwischen Israel und Libanon an
16.04.2026 - 08:21:45 | dpa.de
Israel und der Libanon werden nach Angaben von US-PrĂ€sident Donald Trump heute auf höchster Ebene sprechen. Die «AnfĂŒhrer» beider NachbarlĂ€nder hĂ€tten seit langem nicht mehr miteinander gesprochen, bestimmt 34 Jahre, schrieb der Republikaner am Mittwochabend (Ortszeit) auf seiner Plattform Truth Social und fĂŒgte hinzu: «Morgen (Donnerstag) wird es passieren. Fein!» Hintergrund ist der andauernde Krieg zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz.
Wen genau Trump mit den AnfĂŒhrern beider LĂ€nder meint, geht aus seinem Post nicht hervor. Libanons MinisterprĂ€sident ist Nawaf Salam, sein israelischer Kollege ist Benjamin Netanjahu. Die PrĂ€sidenten beider LĂ€nder heiĂen Joseph Aoun und Izchak Herzog. Es gehe darum, zu versuchen, «etwas Luft zwischen Israel und dem Libanon zu schaffen», schrieb Trump. Vertreter beider Staaten waren bereits am Dienstagabend in Washington erstmals seit Jahrzehnten zu direkten GesprĂ€chen auf politischer Ebene zusammengekommen.
Aus libanesischen Regierungskreisen hieà es am Morgen, man habe von dem geplanten GesprÀch selbst erst aus den Medien erfahren. Medien berichteten von einem möglichen TelefongesprÀch. Eine offizielle BestÀtigung der Regierung gab es zunÀchst nicht.
Auch aus dem BĂŒro Netanjahus gab es zunĂ€chst keine BestĂ€tigung fĂŒr ein geplantes GesprĂ€ch.Â
Israel fordert Entwaffnung der Hisbollah
Man fĂŒhre Verhandlungen mit dem Libanon, sagte Netanjahu laut Angaben seines BĂŒros vom Mittwochabend. Dabei gehe es um zwei zentrale Ziele, erklĂ€rte der MinisterprĂ€sident: Die Entwaffnung der vom Iran unterstĂŒtzten Hisbollah-Miliz «und zweitens einen dauerhaften Frieden. Frieden durch StĂ€rke.» Die libanesische Regierung, die keine Partei in dem andauernden Krieg zwischen Israel und der Hisbollah ist, will eine Waffenruhe und einen Abzug der israelischen Soldaten aus dem SĂŒden Libanons erreichen.
Das israelische Sicherheitskabinett wollte laut Medienberichten am selben Abend ĂŒber eine Waffenruhe beraten, die Sitzung sei aber ohne Beschluss beendet worden, schrieb «Axios»-Reporter Barak Ravid auf der Plattform X.
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