Jordan, Wahlgang

Jordan scheitert bei erstem Wahlgang im US-ReprÀsentantenhaus

17.10.2023 - 20:03:59

Der Republikaner Jim Jordan aus Ohio ist im ersten Wahlgang zum Sprecher des US-ReprÀsentantenhauses gescheitert.

FĂŒr Jordan stimmten 200 Abgeordnete der Republikaner. Die anwesenden 212 Abgeordneten der Demokraten stimmten fĂŒr Hakeem Jeffries.

Insgesamt 20 Republikaner stimmten nicht fĂŒr Jordan und entschieden sich stattdessen fĂŒr den ehemaligen ReprĂ€sentantenhaussprecher Kevin McCarthy (6), Steve Scalise (7) und andere Personen. Jordan ist AnhĂ€nger des "Freedom Caucus", dem rechtesten FlĂŒgel der Republikaner im ReprĂ€sentantenhaus, der dem bisherigen Sprecher McCarthy erst nach zahlreichen ZugestĂ€ndnissen beim 15. Wahlgang seine UnterstĂŒtzung gab. Am 3. Oktober veranlasste die Gruppierung McCarthys Abwahl, die Parlamentskammer ist seitdem ohne einen Sprecher weitgehend handlungsunfĂ€hig. Jordan gilt als enger VerbĂŒndeter des ehemaligen US-PrĂ€sidenten Donald Trump. Er unterstĂŒtzte Versuche, die PrĂ€sidentschaftswahl 2020 anzufechten und stimmte gegen die Anerkennung der Wahlergebnisse. Bei der Aufarbeitung des Angriffs auf das Kapitol am 6. Januar 2021 verweigerte er trotz einer Vorladung die Zusammenarbeit. Jordan gilt als Abtreibungsgegner, will die Ehe fĂŒr homosexuelle Paare sowie Obamacare abschaffen und spricht sich gegen Klimaschutzmaßnahmen aus. UrsprĂŒnglich hatten sich die Republikaner darauf geeinigt Steve Scalise zum neuen Sprecher des ReprĂ€sentantenhauses zu wĂ€hlen, nachdem sich dieser in einer internen Wahl gegen Jim Jordan durchgesetzt hatte. Scalise zog jedoch seine Kandidatur zurĂŒck, nachdem AnhĂ€nger des "Freedom Caucus" angekĂŒndigt hatten, den MehrheitsfĂŒhrer des ReprĂ€sentantenhauses bei der Abstimmung in der Parlamentskammer nicht unterstĂŒtzen zu wollen. Damit war absehbar, dass Scalise nicht die nötigen Stimmen fĂŒr seine Wahl erhĂ€lt. Unter AnhĂ€ngern des "Freedom Caucus" galt Scalise als zu gemĂ€ĂŸigt, obwohl er sich 2021 weigerte, anzuerkennen, dass die PrĂ€sidentschaftswahl 2020 nicht gestohlen oder gefĂ€lscht war. Auch die Wahlniederlage Donald Trumps erkennt er nicht an.

@ dts-nachrichtenagentur.de