Medien: Trump will Harvard restliche Bundesmittel streichen
27.05.2025 - 17:00:12Im Streit mit der Elite-UniversitĂ€t Harvard will die US-Regierung von PrĂ€sident Donald Trump Medienberichten zufolge noch einen Schritt weitergehen. Die Regierung wolle die verbleibenden VertrĂ€ge mit der UniversitĂ€t mit Sitz in Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts streichen, berichteten mehrere US-Medien ĂŒbereinstimmend. Der «New York Times» lag eigenen Angaben nach der Entwurf eines entsprechenden Schreibens der US-Regierung vor, das zustĂ€ndige Behörden anweise, bestehende VertrĂ€ge mit Harvard aufzulösen.Â
US-Medien zufolge haben diese zusammengefasst ungefĂ€hr einen Wert von 100 Millionen US-Dollar (88 Millionen Euro). Eine offizielle BestĂ€tigung des WeiĂen Hauses fĂŒr die PlĂ€ne gab es zunĂ€chst nicht.Â
Die Trump-Regierung hatte mehrere UniversitĂ€ten, denen sie eine linksliberale Ausrichtung vorwirft, mit finanziellem Druck an die Leine genommen, um etwa DiversitĂ€tsprogramme zu stoppen. Sie wirft den UniversitĂ€ten auĂerdem vor, zu wenig gegen die BekĂ€mpfung von Antisemitismus zu tun. Sie begrĂŒndet dies mit propalĂ€stinensischen Protesten an US-UniversitĂ€ten, die zwar nicht mehr so groĂ wie zu Beginn des Gaza-Kriegs ausfallen, aber weiterhin andauern. Hochschulen wie Harvard wird vorgeworfen, antisemitische VorfĂ€lle auf dem Campus zu dulden.
Harvard wehrt sich gegen Trumps Vorgehen
Anders als andere Hochschulen widersetzt sich Harvard den weitreichenden Forderungen der US-Regierung - etwa zu Zulassungsverfahren, Verhaltensregeln und Personalentscheidungen. Trumps Regierung strich der UniversitĂ€t daraufhin ZuschĂŒsse in Milliardenhöhe. AuĂerdem ordnete sie vergangene Woche an, dass Harvard kĂŒnftig keine neuen Studierenden aus dem Ausland mehr aufnehmen dĂŒrfe. Bereits eingeschriebene AuslĂ€nder mĂŒssten an andere Hochschulen wechseln â sonst verlören sie ihren Aufenthaltsstatus in den USA.Â
Harvard wehrt sich juristisch gegen das Vorgehen Trumps - und konnte einen ersten Erfolg erzielen. Eine Richterin stoppte am Freitag per einstweiliger VerfĂŒgung den Zulassungsstopp fĂŒr auslĂ€ndische Studierende. Das letzte Wort dĂŒrfte in diesem Rechtsstreit allerdings noch nicht gesprochen sein.


