Iran: ProtestfĂŒhrer festgenommen und Panzer verlegt
13.09.2023 - 13:34:12Irans Geheimdienst hat die Festnahme mehrerer angeblicher «AnfĂŒhrer» von Protesten im Ausland gemeldet. Das Justizportal Misan veröffentlichte dazu ein Video, das GestĂ€ndnisse mehrerer MĂ€nner zeigen soll.
Sie seien in den USA, Deutschland und GroĂbritannien als «AnfĂŒhrer» von Demonstrationen in Erscheinung getreten, hieĂ es in dem Bericht. Wann und wo der Geheimdienst die MĂ€nner festnahm, wurde nicht gesagt. Die Echtheit der GestĂ€ndnisse lĂ€sst sich wie ĂŒblich in diesen FĂ€llen nicht unabhĂ€ngig verifizieren.
Der Bericht wurde kurz vor dem ersten Todestag der Protestikone Jina Mahsa Amini veröffentlicht. Die junge Frau war am 16. September 2022 im Polizeigewahrsam gestorben, nachdem SittenwÀchter Amini zuvor wegen eines angeblich schlecht sitzenden Kopftuchs festgenommen hatten. Ihr Tod löste die schwersten Proteste seit Jahrzehnten aus. Rund um den Jahrestag des Protestbeginns vom Herbst vergangenen Jahres ist die Lage im Iran angespannt.
Irans Revolutionsgarden verlegen Panzer an Grenze zum Irak
Irans Revolutionsgarden (IRGC) verlegen indes Panzer und Artillerie an die Grenze zum Irak. Bilder und Videos der Nachrichtenagentur Tasnim, die der Eliteeinheit nahe steht, zeigten MilitÀrkonvois auf dem Weg in das Grenzgebiet.
Hintergrund ist dem Bericht zufolge ein Ultimatum der iranischen StaatsfĂŒhrung an den Irak. Teheran fordert vom Nachbarland, kurdische Separatistengruppen zu bekĂ€mpfen.
Nach Angaben aus Teheran hatte sich der Irak Ende August in einem Abkommen beider LĂ€nder dazu verpflichtet, kurdische Widerstandsgruppen auf eigenem Staatsgebiet zu entwaffnen. AuĂenamtssprecher Nasser Kanaani sagte damals, es gelte ein Ultimatum bis zum 19. September, die PlĂ€ne umzusetzen. Heute traf Iraks AuĂenminister Fuad Hussein fĂŒr GesprĂ€che in Teheran ein.





