Ukraine, Russland

Ukraine: GesprÀche zu US-Friedensplan in Genf begonnen

23.11.2025 - 16:08:05

Der ukrainische PrĂ€sident Selenskyj will den Friedensplan von US-PrĂ€sident Trump nicht einfach hinnehmen. Seine Delegation hat dazu nun die GesprĂ€che in Genf aufgenommen. Es gibt erste RĂŒckmeldungen.

In Genf haben nach ukrainischen Angaben die GesprĂ€che ĂŒber den Friedensplan von US-PrĂ€sident Donald Trump zur Beendigung des russischen Angriffskrieges begonnen. Das teilte der ukrainische VerhandlungsfĂŒhrer Andrij Jermak bei Telegram mit; er leitet die von PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj ernannte neunköpfige Delegation. 

Das erste Treffen mit den nationalen Sicherheitsberatern der Staats- und Regierungschefs des Vereinigten Königreichs, Frankreichs und Deutschlands habe stattgefunden, sagte Jermak. Als nÀchstes sei ein Treffen mit der US-Delegation geplant.

«Wir sind sehr konstruktiv eingestellt», sagte er. Es seien heute eine Reihe von Treffen in verschiedenen Formaten geplant. «Wir arbeiten weiterhin gemeinsam daran, einen nachhaltigen und gerechten Frieden fĂŒr die Ukraine zu erreichen.» Der 28-Punkte-Plan von Trump verlangt vor allem der Ukraine große ZugestĂ€ndnisse ab. 

Selenskyj: Hoffe auf positives Ergebnis

Selenskyj hatte erklĂ€rt, AlternativvorschlĂ€ge machen zu wollen. Nach dem Beginn der GesprĂ€che sagte er, dass die Teams der Ukraine, der USA und der EuropĂ€er in engem Kontakt seien und an Schritten fĂŒr eine Beendigung des Krieges arbeiteten. «Das Blutvergießen muss gestoppt werden, und wir mĂŒssen sicherstellen, dass der Krieg nie wieder von Neuem entzĂŒndet wird», schrieb Selenskyj in den sozialen Netzwerken. 

«Ich erwarte die Ergebnisse der heutigen GesprÀche und hoffe, dass alle Teilnehmer konstruktiv eingestellt sind. Wir alle brauchen ein positives Ergebnis», betonte der PrÀsident. 

Umjerow: Erwarte noch im Laufe des Tages Fortschritte

Den ersten RĂŒckmeldungen aus Genf zufolge gebe es bei den Unterredungen VerstĂ€ndnis dafĂŒr, dass die amerikanischen VorschlĂ€ge einige Elemente der ukrainischen Sicht berĂŒcksichtigen könnten, formulierte Selenskyj vorsichtig. Das sei wichtig fĂŒr die nationalen Interessen des Landes. Die Arbeit an dem Plan in Genf laufe weiter.

Delegationsmitglied Rustem Umjerow, der Ex-Verteidigungsminister und SekretĂ€r des nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates der Ukraine ist, erwartete nach eigenen Angaben noch im Laufe des Tages Fortschritte. «Unsere gegenwĂ€rtigen VorschlĂ€ge, die noch nicht endgĂŒltig sind, enthalten viele PrioritĂ€ten.»

Die Ukraine verteidigt sich inzwischen seit fast vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen den russischen Angriffskrieg.

@ dpa.de

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