Selenskyj, Saudi-Arabien

Selenskyj tourt zwischen G7 und Saudi-Arabien

13.06.2024 - 05:10:11 | dpa.de

Der ukrainische PrĂ€sident wirbt in Riad um Saudi-Arabiens Teilnahme an der Friedenskonferenz. Zudem hofft er auf die UnterstĂŒtzung der G7. Ein Überblick ĂŒber die Nacht und Ausblick auf den Tag.

Bei dem Treffen zwischen dem ukrainischen PrÀsidenten Wolodymyr Selenskyj und dem saudi-arabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman haben beide laut Selenskyj die erwarteten Ergebnisse der Friedenskonferenz und Möglichkeiten zu deren Umsetzung diskutiert. - Foto: Uncredited/Saudi Press Agency/dpa
Bei dem Treffen zwischen dem ukrainischen PrÀsidenten Wolodymyr Selenskyj und dem saudi-arabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman haben beide laut Selenskyj die erwarteten Ergebnisse der Friedenskonferenz und Möglichkeiten zu deren Umsetzung diskutiert. - Foto: Uncredited/Saudi Press Agency/dpa

Vor dem Gipfel der Gruppe fĂŒhrender demokratischer Industrienationen (G7) hat sich der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj bei einem Besuch in Saudi-Arabien um UnterstĂŒtzung des Königreichs bemĂŒht.

Bei einem Treffen mit Kronprinz Mohammed bin Salman sei es auch um die Vorbereitungen zum Friedensgipfel in der Schweiz gegangen, teilte Selenskyj gestern in sozialen Netzwerken mit. Eigentlich war der ukrainische PrĂ€sident bereits Anfang Juni in Riad erwartet worden. Dann aber hieß es aus Diplomatenkreisen, dass Saudi-Arabien nicht an dem Gipfel in der Schweiz teilnehmen wolle, weil Russland nicht dabei sei.

Selenskyj dankte bin Salman fĂŒr seine UnterstĂŒtzung der Ukraine und BemĂŒhungen zur Vermittlung. Bei dem Treffen hĂ€tten sie die erwarteten Ergebnisse der Friedenskonferenz und Möglichkeiten zu deren Umsetzung diskutiert, schrieb Selenskyj. Aus den Aussagen geht aber nicht hervor, ob Saudi-Arabien tatsĂ€chlich am 15. und 16. Juni eine Delegation ins schweizerische BĂŒrgenstock bei Luzern schicken wird, um am Gipfel teilzunehmen.

Heute wird Selenskyj wieder in der italienischen KĂŒstenstadt Bari erwartet, wo der G7-Gipfel beginnt. Dort will er unter anderem mit US-PrĂ€sident Joe Biden ein bilaterales Sicherheitsabkommen unterzeichnen. Nach Angaben von Bidens Nationalem Sicherheitsberater Jake Sullivan sind die Verhandlungen abgeschlossen und das Dokument ist unterschriftsreif. Die Ukraine hat bereits 15 solcher Abkommen geschlossen, darunter auch mit Deutschland.

Litauen liefert gepanzerte Fahrzeuge an die Ukraine

WĂ€hrend zum Inhalt des Abkommens mit den USA noch keine Details bekannt sind, ist das Angebot aus Litauen konkreter: Der baltische Nato-Staat wird die Ukraine mit weiterer MilitĂ€rhilfe im Abwehrkampf gegen Russland unterstĂŒtzen.

Die Regierung in Vilnius beschloss die Lieferung von 14 gepanzerten Fahrzeugen des Typs M113. Die Mannschaftstransporter sollen in dieser Woche in der Ukraine eintreffen und die FÀhigkeiten der ukrainischen Armee im Bereich der MinenrÀumung stÀrken, wie das Verteidigungsministerium in Vilnius mitteilte.

Viele Tote bei russischem Luftangriff auf Krywyj Rih

Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als zwei Jahren gegen den russischen Angriffskrieg. Bei einem russischen Raketenangriff auf die sĂŒdukrainische Industriestadt Krywyj Rih wurden mindestens acht Menschen getötet und mehr als 20 verletzt, wie örtliche Medien berichteten.

«Jeden Tag und jede Stunde beweist der russische Terror, dass die Ukraine gemeinsam mit den Partnern die Flugabwehr stĂ€rken muss», schrieb PrĂ€sident Selenskyj in sozialen Netzwerken. Er drĂŒckte den Angehörigen der Opfer in seiner Geburtsstadt sein MitgefĂŒhl aus und bekrĂ€ftigte die Forderung, dass es fĂŒr den grĂ¶ĂŸtmöglichen Schutz der Menschen eine moderne Flugabwehr brauche.

Fast tÀglich fordert der Beschuss ukrainischer StÀdte durch die russische Armee Opfer unter der Zivilbevölkerung. In Kiew endeten die Löscharbeiten, die durch einen russischen Raketenangriff am Morgen ausgelöst wurden, erst in der Nacht. Und auch an der Front ist die Lage laut dem ukrainischen MilitÀrgeheimdienst weiterhin schwer.

Demnach hat die russische Sommeroffensive bereits begonnen. Der ukrainische Generalstab hatte in seinem abendlichen Lagebericht von rund 90 grĂ¶ĂŸeren Gefechten entlang der Front geschrieben. Die schwersten KĂ€mpfe gebe es im Raum Pokrowsk im ostukrainischen Gebiet Donezk, wo die russischen Truppen in den vergangenen Wochen GelĂ€ndegewinne erzielen konnten.

Das wird heute wichtig

Alle Augen richten sich auf den G7-Gipfel in Italien. Die Ukraine hofft fĂŒr ihren Abwehrkampf gegen die russische Invasion auf ein neues UnterstĂŒtzungspaket der VerbĂŒndeten - möglicherweise finanziert aus den Zinsen eingefrorenen russischen Staatsvermögens.

In Finnland kommen vor dem Hintergrund jĂŒngster russischer Provokationen die Außenminister des Ostseerats zu Beratungen zusammen. An dem Treffen in Porvoo in der NĂ€he der Hauptstadt Helsinki nimmt auch Außenministerin Annalena Baerbock (GrĂŒne) teil.

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