Trump: «Sehr bald» EinsÀtze gegen Drogenhandel in Venezuela
28.11.2025 - 09:27:18US-PrÀsident Donald Trump will in Venezuela «sehr bald» auch an Land gegen angebliche Drogenschmuggler vorgehen. Der illegale Drogenhandel auf dem Seeweg sei nach mehreren EinsÀtzen des US-MilitÀrs weitgehend gestoppt, sagte Trump in einem Videoanruf mit Soldaten am Donnerstag (Ortszeit). «Die Leute wollen nicht mehr auf dem Seeweg liefern und wir werden damit beginnen, sie auch an Land zu stoppen», sagte Trump. «Wir werden sehr bald damit beginnen.»
«Wir warnen Sie: Hören Sie auf, Gift in unser Land zu schicken», sagte Trump. Er hatte zuletzt bereits angekĂŒndigt, dass der Kampf gegen Drogenkriminelle auch an Land gefĂŒhrt werden solle. Details zu den geplanten EinsĂ€tzen nannte er nicht. Die venezolanische Regierung unter PrĂ€sident NicolĂĄs Maduro Ă€uĂerte sich zunĂ€chst nicht zu Trumps AnkĂŒndigung.
Bereits mehr als 80 Tote bei Angriffen in der Karibik
Das US-MilitĂ€r zieht derzeit KrĂ€fte in der Karibik zusammen. Unter anderem kreuzt dort der gröĂte FlugzeugtrĂ€ger der Welt, die «USS Gerald R. Ford». Zahlreiche angebliche Drogenboote wurden bereits vor Lateinamerikas KĂŒsten aus der Luft zerstört. Dabei wurden nach US-Angaben mehr als 80 Menschen getötet.Â
Offiziell gibt die US-Regierung als Grund fĂŒr ihr Eingreifen den Kampf gegen Drogenkartelle an. Laut Experten gilt Venezuela aber nicht als Produktionsland von Drogen, sondern als Transitland - vor allem fĂŒr den europĂ€ischen Markt. In die USA gelangen die Drogen meist auf anderen Wegen: Das synthetische Opioid Fentanyl, das zu massiven Problemen gefĂŒhrt hat, wird mit Rohstoffen aus China vor allem in Mexiko hergestellt und von dort in die Vereinigten Staaten geschmuggelt.
Venezuela: USA wollen Regimewechsel erzwingen
Venezuela und andere LÀnder sehen in der starken MilitÀrprÀsenz der Vereinigten Staaten eine DrohgebÀrde. Die autoritÀre Regierung von PrÀsident Maduro wirft Washington vor, einen Regimewechsel in dem ölreichen Land erzwingen zu wollen. UN-Menschenrechtsexperten sehen in dem Vorgehen der USA eine Verletzung des humanitÀren Völkerrechts.


